Aachen/Düsseldorf - RWTH: Lage bei den Studentenzahlen entspannt

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RWTH: Lage bei den Studentenzahlen entspannt

Von: Angela Delonge
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Alles wird gut: NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze (SPD) über die Situation an den Hochschulen. Foto: dpa

Aachen/Düsseldorf. Die RWTH Aachen blickt „sehr entspannt“ auf den Beginn des Wintersemesters 2014/15. Das teilte der Prorektor für Lehre, Aloys Krieg, am Mittwoch auf Anfrage mit. 15 Prozent weniger Studieninteressierte als im vergangenen Jahr haben sich für ein Studium an der RWTH zum Wintersemester beworben.

„Von den Bewerberzahlen her sind wir jetzt wieder auf dem Niveau von 2012“, sagte Krieg. Studienangebot und Studentenzahlen blieben an der RWTH jedoch gleich hoch. Das ist gut für die Erstsemester: Einen Numerus Clausus (NC) gibt es in Aachen nur noch in ganz wenigen Fächern; in mehr als der Hälfte aller Studiengänge, die einen NC beantragt hatten, können zum Wintersemester alle Bewerber zugelassen werden.

Hoch bleibt der NC zum Beispiel in Psychologie, dem Fach mit den meisten Studienbewerbern bundesweit. 40 Plätze gibt es dafür in Aachen, 3000 Bewerber gibt es aktuell. 20.000 Zulassungsbescheide hat die RWTH seit Montag verschickt. Rund 6000 Studenten werden sich für Aachen entscheiden und ihr Studium zum 1. Oktober an der RWTH aufnehmen.

Darüber hinaus will die RWTH ihr Angebot an Masterstudiengängen ausweiten, zehn Prozent mehr sollen bis 2020 geschaffen werden. „Jeder, der bei uns seinen Bachelor gemacht hat, soll hier nach Möglichkeit auch seinen Master machen können, sagte Krieg. „Wir sind sehr froh über das Förderprogramm des Landes.

Etwa 65.000 zusätzliche Masterstudienplätze sollen in Nordrhein-Westfalen bis zum Jahr 2020 geschaffen werden. Mit einem großen Förderprogramm werde Vorsorge für den wachsenden Bedarf getroffen, kündigte NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze (SPD) am Mittwoch in Düsseldorf an.

Für jeden zusätzlich aufgebauten Studienplatz werden aus Mitteln des Hochschulpaktes 10.000 Euro zur Verfügung gestellt, so dass das Programm insgesamt etwa 650 bis 700 Millionen Euro umfassen wird. Derzeit seien die rund 29.000 Masterplätze landesweit gesehen noch ausreichend. An einigen Orten gebe es aber zu wenige, sagte Holger Burckhart als Vertreter der Landesrektorenkonferenz der Universitäten.

Auch die Fachhochschulen sind froh über das Masterprogramm des Landes, mit dem erstmals überhaupt eine signifikante Unterstützung für Masterprogramme an den Fachhochschulen geschaffen wurde. Die Fachhochschule Aachen (FH) wird sich am Masterprogramm beteiligen. Eine Größenordnung konnte Pressesprecher Roger Uhle am Mittwoch „wegen interner Abstimmungen“ nicht nennen. Auch die Bewerberzahlen liegen noch nicht vor.

Insgesamt gebe es für die Studienanfänger zum bevorstehenden Wintersemester ausreichend Plätze in NRW, sagte Schulze. Zum Wintersemester werden etwa 126.000 Studienanfänger in NRW erwartet. Das wären nur rund 2000 weniger als im Vorjahr, als sich die Absolventen des doppelten Abiturjahrgangs erstmals einschreiben durften. An den Fachhochschulen beginnen die Vorlesungen im September, an den Universitäten im Oktober.

„Der doppelte Abiturjahrgang ist fast geräuschlos bewältigt worden“, bilanzierte Schulze. Trotz einer Rekordzahl von Studienanfängern sei keine Hochschule auf einen Notfallplan angewiesen gewesen. Sie hätten sich darauf eingestellt, dass die Nachfrage groß bleibe, sagte Burckhart. „Die Studierendenzahlen bleiben bis 2025 auf einem Hochplateau.“

Wohnraum und Mensen

Die Versorgung mit Wohnraum und Mensen habe sich verbessert, sagte Schulze. Obwohl die Gesamtsituation weiter angespannt sei, meldeten 20 von 32 Hochschulen dem Wissenschaftsministerium keine Probleme bei der Mensakapazität.

Die Wohnraumsuche werde nicht überall reibungslos funktionieren, räumte Schulze ein. Allerdings sei die Zahl der staatlich geförderten Wohnheimplätze in diesem und dem vergangenen Jahr um 2000 auf jetzt 50.000 Plätze gesteigert worden. Darüber hinaus mobilisierten regionale Bündnisse zusätzliche Wohnplätze an Hochschulstandorten.

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