Aachen - RWE-Power hält am Kraftwerk Weisweiler fest

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RWE-Power hält am Kraftwerk Weisweiler fest

Von: Patrick Nowicki
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Vorstandsvorsitzender Matthias Hartung dementiert im Interview Gerüchte um Garzweiler II. Jobabbau soll sozialverträglich ablaufen. Garantien gibt er nicht. Foto: Harald Krömer
Hartung
Matthias Hartung bei seinem Redaktionsbesuch in der AZ-Runde. Foto: Harald Krömer

Aachen. Im Moment sieht er sich eher als Krisenmanager, der sich nach Ruhe im eigenen Unternehmen sehnt: RWE-Power-Chef Matthias Hartung. Im Gespräch mit unserer Zeitung brach der Mann, der im Essener Energiekonzern für die länderübergreifende Stromerzeugung, Kraftwerke und Tagebaue verantwortlich ist, eine Lanze für die Braunkohle. Für ihn ist die Stromgewinnung aus Braunkohle noch lange kein Auslaufmodell.

„Auch wenn Wind und Sonne 60 Prozent und mehr Strom ins Netz geben, dann muss es eine Reservekapazität geben“, sagt er. Allerdings gibt es aktuell für Kraftwerke, die sich erst an windstillen und dunklen Tagen einschalten, kein Geld. Hartungs Forderung lautet daher: Die Rahmenbedingungen müssen sich ändern, denn bisher werde nur der produzierte Strom bezahlt.

Hartung, der an der RWTH Aachen bis 1981 Bergbau studierte, sieht sich als Kind der Bergbauregion: „Natürlich spüre ich die große Verunsicherung“, sagte er im Gespräch. Dies gelte sowohl für die Umsiedler als auch die Mitarbeiter. Die Gerüchte um Garzweiler II dementierte er erneut. „Wir haben ganz klar gesagt, wir halten an den Planungen fest“, betonte er. Dies gelte auch für die Umsiedlungen und Abläufe.

Konkret lassen sich die Probleme auf dem Strommarkt in Eschweiler-Weisweiler erkennen. Die dortigen Vorschaltgasturbinen stehen still. RWE prüft, ob sie abmontiert und an anderer Stelle wieder aufgebaut werden. Am Kraftwerksstandort Weisweiler will Hartung jedoch nicht rütteln: „Gerade Weisweiler als Inselbetrieb mit dem Tagebau Inden steht hervorragend da.“ Auch die Ausbildungswerkstatt soll in Weisweiler bleiben.

Garantien wollte Hartung jedoch nicht geben: „Wir treten unseren Mitarbeitern gegenüber mit Offenheit auf.“ Der Jobabbau soll sozialverträglich ablaufen. Konkrete Zahlen gibt es noch nicht.

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