Düsseldorf - Rheinische Gestapo-Akten werden erforscht

Rheinische Gestapo-Akten werden erforscht

Von: dpa
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Düsseldorf. Die Leitstelle der Gestapo in Düsseldorf war während der NS-Zeit nach Berlin die größte in Deutschland.

Ihr umfangreich erhaltender Aktenbestand soll jetzt in einer wissenschaftlich kommentierten Edition zugänglich gemacht werden, teilte die Universität Düsseldorf am Mittwoch mit.

Herausgeber sei die Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde (Köln); die Gerda Henkel- sowie die Fritz Thyssen-Stiftung finanzieren das Projekt zur historischen Quellenforschung.

Eine der Hauptfragen der Forscher sei die Klarstellung, ob die Berichte über die Stimmung in der Bevölkerung der damaligen Realität entsprechen oder aber reine Spekulationen der Gestapo-Beamten darstellen. Die Akten wurden von den Leitern der Gestapostellen meist aufgrund von Nachrichten aus den Referaten und Abteilungen der lokalen Stellen verfasst.

Sie sollten nur den Spitzen des NS-Regimes, vor allem aber der Gestapo-Leitung in Berlin und einem eng begrenzten inneren Kreis der NS-Führung zugänglich sein. Die Edition von Gestapo-Lageberichten ist nach Angeben der Düsseldorfer Uni für viele andere Regionen des NS-Staates schon geleistet worden.

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