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Remmel feiert das Jahr der Wälder

Von: dapd-nrw
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Internationaler Tag des Waldes
Eine mächtige Kiefer ragt in einem Waldstück zusammen mit anderen Bäumen in den blauen Himmel. Foto: dpa

Düsseldorf. Mit mehr als 650 Veranstaltungen und Aktionen begeht das Land Nordrhein-Westfalen in diesem Jahr das „Internationale Jahr der Wälder”.

In dem von den Vereinten Nationen ausgerufenen Jahr solle auf die besondere Bedeutung des Waldes hingewiesen und sein Schutz vorangebracht werden, sagte Naturschutzminister Johannes Remmel (Grüne) am Montag bei der Eröffnung des Wald-Jahres in Düsseldorf.

Das Umweltministerium arbeitet dabei eng mit Umwelt-, Naturschutz- und Waldorganisationen sowie Initiativen und Landesbehörden zusammen.

Eine zentrale Rolle in diesem Jahr kommt dem Landesbetrieb Wald und Holz NRW zu. Er bietet unter anderem Wanderungen durch die nordrhein-westfälischen Wälder, Aktionstage in Schulen sowie Vorträge und Tagungen an. Beim Anfang Oktober stattfindenden NRW-Tag in Bonn soll der Wald zudem ein besonderes Thema sein.

In Nordrhein-Westfalen bedeckt der Wald etwa 27 Prozent der Landesfläche. So komme der Forstwirtschaft als Holzlieferant eine größere wirtschaftliche Bedeutung habe als der Bergbau und die Textilindustrie, sagte Remmel und nannte zugleich noch weitere wichtige Aspekte. „Der Wald ist von zentraler Bedeutung für Klima und Umwelt”, sagte der Minister. Da Bäume große Mengen an klimaschädlichem Kohlenstoffdioxid speichern könnten, sei die Zukunft des Klimas eng mit dem Ökosystem Wald verknüpft.

Aus diesem Grund verspricht Remmel den Ausbau des Waldes in NRW. Bis 2015 sollen landesweit drei Millionen neue Bäume gepflanzt werden. „Das ist ambitioniert, aber es ist auch der richtige Weg für Klima, Tiere und Menschen”, sagte der Grünen-Politiker.

Der Zustand des nordrhein-westfälischen Waldes in acht Daten


- in Nordrhein-Westfalen gibt es rund 878.400 Hektar Waldfläche; 415.700 Hektar sind Nadelbäume und 462.700 Hektar Laubbäume

- 23 Prozent der Waldfläche zählen zur Schadstufe 2 bis 4 und sind deutlich geschädigt

- 32 Prozent der Bäume gelten als gesund

- vor 20 Jahren wurden noch zwölf Prozent der Waldfläche als geschädigt eingestuft und 58 Prozent als schadenfrei

- die mit Abstand am meisten geschädigte Baumart in NRW ist die Eiche: 54 Prozent werden entsprechend eingestuft (2009: 39 Prozent); ohne Schadenmerkmale gelten 16 Prozent

- bei den Kiefern ist der Anteil der geschädigten Bäume am geringsten: 15 Prozent sind geschädigt und 29 Prozent gesund

- die Buche hat einen Schadenanteil von 19 Prozent (2009: 33 Prozent); gesund sind 28 Prozent

- Fichten mit deutlichen Schäden gibt es in NRW zu 18 Prozent; hingegen werden 37 Prozent dieser Art als gesund eingestuft
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