Radarfallen Blitzen Freisteller

Rechter Bombenbastler: Polizei verschärft Sicherheit

Von: dpa
Letzte Aktualisierung:

Aachen/Dortmund. Nach der Festnahme eines mutmaßlichen Bombenbastlers aus der rechtsextremen Szene hat die Polizei in Nordrhein-Westfalen ihre Sicherheitsmaßnahmen verschärft.

Das Landeskriminalamt beobachtet nun gezielt Angehörige der rechten Szene. In Dortmund verbot die Polizei am Donnerstag einen Aufzug von rund 1000 Rechtsextremisten und mehr als 10.0000 Gegendemonstranten zum Antikriegstag an diesem Wochenende. „Wir haben die Befürchtung, dass Menschen durch Sprengstoffkörper erheblich verletzt werden”, sagte Polizeisprecher Peter Schulz. „Dieses Risiko wollen wir nicht eingehen.” Die „Bild”-Zeitung hatte zuvor berichtet.

Das Landeskriminalamt nimmt die rechtsextreme Szene stärker ins Visier. Es gehe dabei um „Gefahrenermittlung und Gefahrenabwehr”, sagte der LKA-Sprecher Frank Scheulen, ohne weiter ins Detail zu gehen. „Wir wollen klar machen: Wir passen auf, wir sind auf verschiedene Dinge vorbereitet”, sagte er.

Auslöser für die Maßnahmen sind Ermittlungen gegen einen 19-Jährigen aus dem Raum Aachen, den die Polizei am Mittwoch bei einer Razzia festgenommen hatte. Der Mann habe Kontakte zur „Kameradschaft Aachener Land”, teilte die Staatsanwaltschaft Berlin mit. Gegen den 19-Jährigen erging Haftbefehl. In seiner Wohnung fanden die Ermittler Munitionsbestandteile. Dem Mann wird die Vorbereitung von Sprengstoffverbrechen vorgeworfen. Bei einer zweiten Durchsuchung bei einem Beschuldigten im Bergischen Land fanden die Ermittler Pyrotechnik und andere Dinge, die zum Bau von Sprengsätzen geeignet seien.

Ausgangspunkt war ein Zwischenfall bei einer rechtsextremen Demonstration am 1. Mai in Berlin. Zwei Männer hatten bei einer Vorkontrolle mehrere selbst gebastelte Sprengsätze weggeworfen. Ermittlungen führten zu dem 19-Jährigen im Raum Aachen sowie zu weiteren mutmaßlichen Bombenbastlern, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Die Homepage wurde aktualisiert