Düsseldorf - Raubtier auf Besuch in NRW: Wolf bisher sieben Mal gesichtet

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Raubtier auf Besuch in NRW: Wolf bisher sieben Mal gesichtet

Von: dpa
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Wolf Symbol Symbolbild: Ingo Wagner/dpa
Der Wolf ist nur selten zu sehen. Symbolbild: Ingo Wagner/dpa

Düsseldorf. Über den Wolf wird viel diskutiert, aber das Raubtier ist ein vergleichsweise seltener Gast: In diesem Jahr seien Wölfe sieben Mal in Nordrhein-Westfalen nachgewiesen worden, teilte das Landesumweltamt auf Anfrage mit.

„Wir gehen von mindestens drei verschiedenen Wölfen aus”, sagte Peter Schütz, der Sprecher des Landesumweltamtes. Hinweise darauf, dass sie sesshaft geworden seien gebe es nicht. Der jüngste Nachweis stammt aus dem Mai. Die Hauptsaison, in der die Jungtiere umherziehen, sei für dieses Jahr wohl vorbei, sagte Schütz. Die jungen Wölfe gehen meist gegen Jahresende auf Wanderschaft, streifen umher und legen dabei oft große Distanzen zurück. Sie kommen meist aus dem benachbarten Niedersachsen, wo inzwischen neun Rudel heimisch geworden sind.

Die Wolfs-Nachweise stammen oft von Autofahrern oder Landwirten, die auf die etwa hundegroßen Tiere aufmerksam werden und geistesgegenwärtig Fotos oder Filme machen. In zwei Fällen wurden Schafe angefallen. Dass dabei ein Wolf der Übeltäter war, wurde durch DNA-Spuren nachgewiesen. Ein Wolf wurde bei einem Verkehrsunfall getötet. Das 41 Kilogramm schwere, fast zwei Jahre alte Tier war Anfang April in Petershagen im Kreis Minden-Lübbecke tot auf einer Straße gefunden worden.

Gegenüber dem vergangenen Jahr sind die unter Artenschutz stehenden Beutegreifer in NRW nicht häufiger geworden: 2016 war das abseits von Menschen lebende Tier in NRW acht Mal und damit einmal mehr als im bisherigen Jahresverlauf 2017 eindeutig identifiziert worden.

Die neue schwarz-gelbe Landesregierung betont, die berechtigten Sorgen der Bürger mit Blick auf die Rückkehr des Wolfes nehme man ernst. „Die bisherigen Maßnahmen sind unzureichend”, steht im Koalitionsvertrag. Eine „angemessene Strategie” solle entwickelt werden, die auch Erfahrungen aus anderen betroffenen Bundesländern und Regionen in Europa aufnehme. Auch Landwirte sind wegen der Gefahr von Wolfsrissen an Tieren auf der Weide besorgt.

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