Aachen/Eschweiler - Raubmord an Rentner: 48-Jährige aus Eschweiler angeklagt

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Raubmord an Rentner: 48-Jährige aus Eschweiler angeklagt

Von: Wolfgang Schumacher
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Vor Gericht: Barbara F. soll einen 75-jährigen Rentner brutal erstochen haben, um an sein Geld zu kommen. Foto: Ralf Roeger
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Vor Gericht: Barbara F. soll einen 75-jährigen Rentner brutal erstochen haben, um an sein Geld zu kommen. Foto: Ralf Roeger

Aachen/Eschweiler. Heimtückisch und aus Habgier soll Barbara F. in Eschweiler einen 78-jährigen Rentner getötet haben. Dafür muss sich die 48-Jährige derzeit vor dem Aachener Schwurgericht verantworten.

Die Tat geschah am Silvestermorgen 2013. Nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft soll die Angeklagte zwischen 8.45 und 10.15 Uhr in die Wohnung eines ihr bekannten Rentnerehepaares gekommen sein, um sich Geld zu leihen. Die Frau des Opfers habe zu dieser Zeit in der Innenstadt eingekauft. Als Barbara F. kein Geld bekam, habe sie sich laut Staatsanwaltschaft entschlossen, den Rentner zu töten. Beide kannten sich, seien aber nicht miteinander verwandt, hieß es am Rande des Prozesses aus dem Umfeld der Familie.

F. habe zunächst mit dem Mann in der Küche eine Zigarette geraucht. Dann habe sie ein Messer mit einer 16 Zentimeter langen Klinge ergriffen und den 78-Jährigen heimtückisch niedergestochen. Danach habe sie die Wohnung nach Geldverstecken durchsucht und insgesamt rund 2000 Euro entwendet.

Sollten sich die Vorwürfe im Laufe der Hauptverhandlung bestätigen, droht der Angeklagten eine lebenslange Haftstrafe wegen Raubmordes. Die 48-Jährige ging an Krücken zu ihrem Platz auf der Anklagebank. Nach Angaben ihres Verteidigers Dieter Ferner leidet sie an Rheuma, in der Haftanstalt bekomme sie aber nur unzureichend Medikamente.

Zu den schweren Vorwürfen schwieg die Angeklagte. Ob sie sich vor dem Schwurgericht unter Vorsitz von Richter Arno Bormann überhaupt erklären werde, stehe noch nicht fest, teilte Anwalt Ferner dem Gericht mit.

Barbara F. war erst eine Woche nach der Tat festgenommen worden. Warum das so war, wird sich unter Umständen am kommenden Verhandlungstag, 11. Juli, erschließen, wenn erste Zeugen gehört werden. Der Prozess ist auf zehn Verhandlungstage angesetzt und wird möglicherweise erst Ende September enden.

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