Prüfer finden keine Fehler in U-Bahn-Baugrube

Von: dpa
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U-Bahnbau in Düsseldorf
Nach Betrugs-Vorwürfen auch beim Bau der Düsseldorfer U-Bahn verschärft die Bezirksregierung die Kontrolle über das Großprojekt und lässt landesweit Bauwerke prüfen. Foto: dpa

Düsseldorf. Teilentwarnung beim Bau der Düsseldorfer U- Bahn. Die Kontrolle einer Baugrube in der Innenstadt hat den Verdacht auf Pfusch entkräftet.

Alle notwendigen Eisenbügel in zwei verdächtigen Schlitzwänden seien wie in den statischen Berechnungen vorgesehen, auch eingebaut worden. Das teilte Baudezernent Gregor Bonin am Donnerstag mit. Die Schlitzwände schützen die Baugruben unter anderem vor Grundwasser.

Für die Untersuchung durch die Bauüberwachung und Prüfingenieure war entlang der Schlitzwände eine zwölf Meter tiefe und zwei Meter breite halbrunde Baugrube angelegt worden. Der Schacht wurde anschließend wieder verfüllt. Vier weitere Schlitzwände an einer anderen Stelle müssen aber noch geprüft werden. Bei den Bauprotokollen der Wände war der Verdacht auf Fälschungen aufgekommen.

Derzeit arbeitet sich ein 1300 Tonnen schwerer und 65 Meter langer Tunnelbohrer durch einen 1,3 Kilometer langen Abschnitt unter der Innenstadt. Die Spitze der Maschine habe sich seit Anfang März vom Startpunkt aus 120 Meter vorangearbeitet. Damit seien etwa zehn Prozent der Tunnelröhre geschafft, sagte Bonin.

Die Stadt Düsseldorf, die derzeit wie ihre Nachbarstadt Köln eine neue U-Bahn-Linie baut, hatte im Februar Anzeige erstattet, nachdem auch in Düsseldorf verdächtige Bauprotokolle aufgetaucht waren. In beiden Städten hat der Baukonzern Bilfinger Berger den Auftrag für den U-Bahn-Bau.

Bilfinger warnte am Donnerstag vor voreiligen Schuldzuweisungen beim Einsturz des Kölner Stadtarchivs im vergangenen Jahr. Vorstandschef Herbert Bodner sagte auf der Hauptversammlung in Mannheim, nach heutigem heutigem Stand hätten in Köln weder fehlende Stahlbügel noch falsche Vermessungsprotokolle beim U-Bahnbau eine Rolle gespielt. Derzeit könne niemand sagen, was den Einsturz verursacht habe, bei dem zwei Menschen gestorben waren.

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