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Prozess um ertrunkenes Kleinkind endet mit Vergleich

Von: dpa
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Bonn. Vor vier Jahren war ein Kleinkind im Fahrrad-Kindersitz im Hochwasser an der Sieg bei Hennef ertrunken. Das Zivilverfahren vor dem Bonner Landgericht endete jetzt mit einem außergerichtlichen Vergleich.

Im Mai 2006 hatten die Eltern mit ihrem 20-Monate alten Sohn eine Radtour entlang der Sieg unternommen. Sie wurden von einer Strömung erfasst und in einen Kanal gezogen. Die Eltern konnten sich retten, die Leiche ihres Sohnes wurde erst am nächsten Tag - im Kindersitz festgeschnallt - aus dem Wasser geborgen.

Das verklagte Land Nordrhein-Westfalen, die Stadt Hennef und die Deutsche Bahn zahlen den Eltern ein Schmerzensgeld, wie ein Gerichtssprecher am Freitag bestätigte. Über die Höhe vereinbarten die Beteiligten Stillschweigen. Im Verfahren war zuvor von einer Summe zwischen 15.000 bis 20.000 Euro die Rede.

Die Eltern hatten das für Gewässer zuständige Land NRW ursprünglich auf 50.000 Euro Schadensersatz und Schmerzensgeld verklagt - wegen Verletzung der Verkehrssicherungspflicht. Vor dem Hochwasser hätte an der Unglücksstelle gewarnt werden müssen.

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