Prozess um die ermordete Christina F. unterbrochen

Von: gego
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Aachen/Titz. Der Prozess um die am Ostermontag ermordete Christina F. aus Düren-Echtz ist am Freitag, am neunten Verhandlungstag, mit einem Befangenheitsantrag gegen alle fünf Richter unterbrochen worden.

Der Verteidiger der des gemeinschaftlichen Mordes mitangeklagten Corina Ö., Björn Hühne aus Jülich, hatte mit diversen Anträgen sieben Unterbrechungen erreicht und so die Nerven der restlichen Prozessbeteiligten auf eine mittelharte Probe gestellt. Weil der Vorsitzende Richter Arno Bormann, die beiden anderen Berufs- und die beiden Laienrichter sämtliche Anträge abgelehnt hatten, stellte Hühne einen Befangenheitsantrag, über den am Montag eine andere Kammer des Aachener Landgerichts entscheiden muss.

Allerdings erweckte die gestrige Antrags- und Beanstandungsflut eher den Eindruck eines Kräftemessens zwischen Verteidiger und Gericht. Denn würde es allein um sachliche Erwägungen zur Verteidigung seiner Mandantin gegangen sein, hätte Hühne jede Gelegenheit gehabt, seine Anträge schon früher einzureichen. Hühne, so hat es den Anschein, will das Gericht daran hindern, den Prozess gegen Corina Ö. und den mitangeklagten Patrick G. noch dieses Jahr zu Ende zu bringen. Ob Hühnes Antragsspektakel seiner Mandantin am Ende tatsächlich nutzt, bleibt abzuwarten.

Der Prozess soll am Dienstag um 12 Uhr fortgesetzt werden.

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