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Prozess gegen Aachener Neonazis beginnt im Februar

Von: dapd-nrw
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Aachen/Berlin. Vor dem Aachener Landgericht beginnt am 11. Februar der Prozess gegen zwei junge Männer aus der rechtsextremistischen Szene wegen der Vorbereitung eines Sprengstoffanschlags in Berlin.

Das sagte ein Gerichtssprecher der Nachrichtenagentur dapd. Für den Prozess seien sechs Verhandlungstage angesetzt. Mit einem Urteil werde am 28. Februar gerechnet.

Die Staatsanwaltschaft Aachen hatte Ende November Anklage gegen die 20 und 25 Jahre alten Männer erhoben. Die beiden Angeschuldigten hatten Sprengkörper aus pyrotechnischen Gegenständen und Glasscherben gebaut, die bei einer Zündung auch Menschen hätten verletzen können. Die Sprengkörper sollten am 1. Mai letzten Jahres am Prenzlauer Berg in Berlin bei einer Demonstration der rechten Szene gegen Polizisten und Gegendemonstranten eingesetzt werden. Durch eine Polizeikontrolle konnte der Anschlag verhindert werden.

Zudem müssen sich die beiden Männer wegen der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen verantworten. So sollen sie Anfang August mehrere Gebäude und Objekte mit roter Farbe und Hakenkreuzen beschmiert haben. Auf die Mauer des Jüdischen Friedhofes Aachen sollen sie einen volksverhetzenden Spruch geschmiert haben. Zudem schrieben sie Slogans auf die Parteibüros der Linken und der Grünen.

Die aus Aachen stammenden Männer waren bis zu ihrer Festnahme im September dieses Jahres nach Angaben der Staatsanwaltschaft Mitglieder der „Kameradschaft Aachener Land”. Der 20-Jährige gestand, den Sprengkörper „spontan” hergestellt zu haben. Zu der Tat habe er sich „nie Gedanken gemacht”. Sollten die beiden Männer wegen der Vorbereitung eines Sprengstoffanschlages verurteilt werden, droht ihnen eine Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren. Zudem muss das Gericht prüfen, ob es den jüngeren Angeschuldigten nach Jugendstrafrecht verurteilt.
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