Position der Braunkohle-Umsiedler gestärkt

Von: cl
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Köln. Die Position der Umsiedler im rheinischen Braunkohlenrevier wird gestärkt. Am Mittwoch unterzeichnen RWE Power und das Land NRW in Köln eine revierweite Umsiedlungsregelung, in der erstmals eine einheitliche Entschädigungspraxis für alle Standorte festgeschrieben ist.

Sie sieht spürbare finanzielle Verbesserungen für die künftigen Umsiedler vor. In der Region sind das die Menschen in Morschenich (Kreis Düren), Keyenberg, Oberwestrich, Unterwestrich, Berverath und Kuckum (alle Kreis Heinsberg).

In die neue Regelung sind die Erfahrungen der jüngsten Umsiedlungen im Revier eingeflossen. Basis war der Erkelenz-Vertrag 2004, der bereits deutliche Verbesserungen für die Umsiedler brachte. So mussten die Menschen in Immerath, Lützerath, Pesch und Pier (Kreis Düren) schon nicht mehr mit RWE Power um die Entschädigung für ihre alten Häuser „feilschen”.

Bereits für diese Ortschaften galt die neue Spielregel, dass bei einer Differenz zwischen Verkehrs- und Sachwert des alten Eigentums immer der höhere Wert gezahlt wird. Darauf können sich nun auch die künftigen Umsiedler verlassen.

Bei den Pauschalen, die der Bergbautreibende gewährt, stehen sie sogar besser da als ihre Vorgänger. So verpflichtete sich RWE Power erstmals zur Zahlung von 3000 Euro als so genannte Erschwernispauschale für die Neubaubegleitung. An den Beratungskosten der Umsiedler beteiligt sich das Unternehmen nun mit 4200 bis 5200 Euro, die Aufwandspauschale steigt von 3000 auf 5000 Euro.

„Die revierweite Regelung beinhaltet deutliche Verbesserungen für die künftigen Umsiedler”, urteilt Josef-Johann Schmitz (Inden), der stellvertrende Vorsitzende des Braunkohlenausschusses. Das politische Gremium hatte das Papier Anfang des Monats einstimmig beschlossen.
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