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Pooth-Affäre: Aachener Trittbrettfahrer vor Gericht

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Düsseldorf/Aachen. Ein mutmaßlicher Betrüger, der von der Pleite von Verona Pooths Ehemann Franjo profitieren wollte, muss sich ab Dienstag vor dem Düsseldorfer Landgericht verantworten.

Die Staatsanwaltschaft hat den 57-jährigen Aachener wegen versuchten Betrugs und versuchter Erpressung angeklagt.

Der Beschuldigte soll kurz nach der Insolvenz von Franjo Pooths Unternehmen Maxfield an den Pooth herangetreten sein. Er habe sich als Vertreter einer US- Investorengruppe ausgegeben und 250 000 Euro Vermittlungshonorar für den Ankauf der Marke Maxfield verlangt.

Der Mann ist als Betrüger vorbestraft und hat schon langjährige Haftstrafen abgesessen. Als Wiederholungstäter war gegen ihn bereits Sicherungsverwahrung verhängt worden, die wegen eines Formfehlers aufgehoben wurde.

Vom inzwischen gestorbenen Düsseldorfer Oberbürgermeister Joachim Erwin (CDU) soll der Angeklagte 150 000 Euro für brisante Informationen verlangt haben. Er gab vor, Videos zu besitzen, die Sparkassen-Vorstände und Franjo Pooth im Prostituiertenmilieu zeigen. Auch der Oberbürgermeister ging nicht auf das Ansinnen ein.

Gegen den Ehemann von TV-Star Verona Pooth wird wegen Bestechung und Insolvenzverschleppung ermittelt. Pooth soll sich mit teuren Geschenken an Sparkassen-Vorstände hohe Kredite für sein Unternehmen erschlichen haben. Der Chef der Düsseldorfer Sparkasse und ein weiterer Vorstand waren deswegen fristlos entlassen worden. Pooths Unternehmen Maxfield hatte vor einem Jahr Insolvenz angemeldet. Der Insolvenzverwalter hatte die Schulden des Unternehmens auf mindestens 19 Millionen Euro beziffert. Gläubiger hatten Forderungen in Höhe von 27 Millionen Euro gestellt.

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