Polizei und Steuerfahndung gelingt Schlag gegen „Bau-Mafia”

Von: ddp-nrw
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Köln. Polizei und Steuerfahndung ist ein Schlag gegen die „Bau-Mafia” im Rheinland gelungen. Nach Angaben eines Polizeisprechers haben die Täter etwa 20 Millionen Euro durch organisierte Steuerhinterziehung und Sozialleistungsbetrug erwirtschaftet.

Am Mittwoch wurden 42 Privatwohnungen und Geschäftsräume italienischer Baufirmen in Köln und im Rhein-Sieg-Kreis durchsucht. Dabei wurden vier von fünf mit Haftbefehl gesuchte Männer in Köln festgenommen, nach einem 30-Jährigen wird noch gefahndet.

Die Ermittler seien damit beschäftigt, die von den überwiegend aus Sizilien stammenden Tatverdächtigen erwirtschafteten illegalen Millionen-Gewinne auf Grundlage richterlicher Beschlüsse abzuschöpfen, hieß es weiter.

Anlass der Ermittlungen war eine anonyme Strafanzeige. Nach Angaben der Kölner Staatsanwaltschaft konnte eine gemeinsame Ermittlungskommission aus Polizei und Steuerfahndung das straff gegliederte und hierarchisch aufgebaute mafiöse Netzwerk entschlüsseln.

Als Kopf der Organisation gilt ein Brüderpaar aus Köln, das seine illegalen Geschäfte von einer Kölner Gaststätte aus koordinierte. Sie gewannen zahlreiche italienische Landsleute als Strohmänner für vermeintliche Baufirmen. Mit fingierten Rechnungen über die tatsächlichen Arbeitsleistungen konnten das Finanzamt und die Sozialbehörden getäuscht werden. Die Auszahlung der so ergaunerten Beträge erfolgte in italienischen Gaststätten in Köln.

Die Ermittlungsergebnisse machten erneut deutlich, dass die deutsche Bauwirtschaft in bedeutendem Umfang von italienischen Organisationen unterwandert sei, erklärte die Staatsanwaltschaft weiter.
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