Dortmund - Polizei schockt Gurtmuffel

Polizei schockt Gurtmuffel

Von: dpa
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Gurtkampagne
NRW-Innenminister Ingo Wolf am Dienstag neben Polizeihauptkommissarin Ramona Mede auf einem Simulator. Gurtmuffel in Nordrhein-Westfalen sollen in diesem Jahr mit einer landesweiten Kampagne zum Umdenken gebracht werden. Foto: dpa

Dortmund. Gurtmuffel sollen mit einer NRW-weiten Kampagne zum Umdenken gebracht werden. Vor rund 200 Verkehrsexperten der Polizei startete Innenminister Ingo Wolf (FDP) die Kampagne mit dem Titel „ER hält alles - Der Profi fährt mit Gurt”.

Um nicht angeschnallte Autofahrer zu überzeugen, will die Polizei bei Kontrollen sogenannte Schockvideos vorführen. Kurze, nachgestellte Szenen zeigen dabei die schlimmen Folgen, die das Nicht-Anschnallen bei einem Unfall haben kann. Im vergangenen Jahr hätte der Gurt allein in NRW 72 Menschenleben retten können, sagte Wolf.

Der Innenministerkritisierte die nachlassende Anschnalldisziplin. So habe die Polizei in NRW im vergangenen Jahr 460000 Verstöße festgestellt, sieben Prozent mehr als 2007. Ein Trend, der sich laut Bundesanstalt für Straßenwesen bereits im Vorjahr abzeichnete.

So sank der Anteil der angeschnallten Erwachsenen in Deutschland 2007 auf 95 Prozent. Ein Jahr zuvor hatte er noch bei 97 Prozent gelegen.

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