Aachen - Polizei fasst den Aachener Klinikum-Erpresser

Polizei fasst den Aachener Klinikum-Erpresser

Von: pol-ac
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Der Mann, der im Juni das Aachener Uniklinikum mit einem Drohbrief erpresste, ist offenbar gefasst. Wie die Polizei Aachen am Freitagmittag mitteilte, wurde ein 66-jähriger Mann aus dem Ruhrgebiet als mutmaßlicher Täter ermittelt.

Aachen. Der Mann, der im Juni das Aachener Uniklinikum mit einem Drohbrief erpresste, ist offenbar gefasst. Wie die Polizei Aachen am Freitagmittag mitteilte, wurde ein 66-jähriger Mann aus dem Ruhrgebiet als mutmaßlicher Täter ermittelt.

Der Mann hatte am 24. Juni an der Kassenstelle des Klinikums einen Zettel abgegeben: Er habe ein Kind in seiner Gewalt und werde einen Sprengsatz zünden, wenn er kein Bargeld bekäme. Daraufhin wurde der gesamte Bau - einer der größten Krankenhauskomplexe Europas - während des laufenden Betriebes von Sondereinsatzkräften der Polizei mit größter Vorsicht abgesucht. Eine Evakuierung konnte ebenso vermieden werden wie eine Panik. Irgendwelche Sprengkörper oder sonstige gefährliche Gegenstände wurden dabei nicht gefunden. Der Großeinsatz kostete 50.000 bis 100.000 Euro.

Nachdem die Polizei später ein Foto des Täters veröffentlichte, ging aus der Bevölkerung ein entscheidender Hinweis ein. Da der Mann mehrere falsche Identitäten verwendete, gestaltete sich die Ermittung als äußerst schwierig, so die Sprecherin der Aachener Polizei Sandra Schmitz.

Der schließlich aufgespürte 66-Jährige ist der Kripo bereits wegen zahlreicher Betrügereien bekannt. Er saß bereits wegen anderer Straftaten in Untersuchungshaft. Als die Aachener Kriminalpolizisten ihn dort vernahmen, legte er ein umfangreiches Geständnis zu der versuchten Erpressung in Aachen ab. Er nannte Geldmangel und Schulden als Motiv.

Die Staatsanwaltschaft Aachen beantragte umgehend einen weiteren Haftbefehl.
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