Polizei ermittelt nach Chemieunfall wegen Körperverletzung

Von: dpa
Letzte Aktualisierung:
Chemieunfall
Bei einem Chemieunfall in einer Brühler Firma für Sicherheitstechnik sind am Dienstag 33 Menschen verletzt worden, drei davon lebensgefährlich. Foto: dpa

Köln. Nach dem Chemieunfall in einer Brühler Firma für Sicherheitstechnik mit 39 Verletzten ermittelt die Polizei wegen fahrlässiger Körperverletzung.

„Die entsprechenden Personen werden von uns vernommen”, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch. Zunächst wollen die Beamten prüfen, welche der betroffenen Mitarbeiter als Zeugen infrage kommen.

Auslöser des Unfalls am Dienstag war ein Bedienfehler bei der Befüllung eines Tanks mit Chemikalien, wie das Unternehmen mitteilte. Durch diesen Fehler hatte sich giftiges Chlorgas gebildet, das mehrere Angestellte einatmeten. Im schlimmsten Fall kann das unsichtbare Gemisch zum Tod führen. Nach ersten Angaben der Feuerwehr verletzten sich einige der Mitarbeiter lebensgefährlich. Das Unternehmen teilte später aber mit, dass zu keinem Zeitpunkt Lebensgefahr bestand.

Nach einigen Stunden hatten die rund 75 Einsatzkräfte die Situation unter Kontrolle, indem sie die Verletzten mit 100-prozentigem Sauerstoff beatmeten und die Halle mit Ventilatoren lüfteten. Einige der knapp 300 Angestellten kehrten am Dienstagnachmittag an ihre Arbeitsplätze zurück. Neue Klagen über Gesundheitsbeschwerden habe es nicht mehr gegeben, sagte eine Sprecherin der Firma.

Die Homepage wurde aktualisiert