Politiker in Doppelrollen: „Geschmäckle“ bei MVA

Von: gego
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Eschweiler/Düren. Wie hoch die Müllgebühren für die Menschen in der Aachener Region sind, hängt nicht unwesentlich von den Kosten der Müllverbrennungsanlage (MVA) in Weisweiler ab. Für das Verbrennen des Mülls beispielsweise erhält das Unternehmen RWE Power als technischer Betreiber noch bis 2017 zwischen 13 und 15 Millionen Euro jährlich.

Dabei hat die MVA seit ihrer Eröffnung 1997 nach Auffassung der Kölner Bezirksregierung bis 2009 viel zu viel Geld bezahlt. RWE Power musste 12,7 Millionen an die MVA zurückzahlen.

Derzeit laufen die Verhandlungen über einen neuen Vertrag. Pikant ist dabei: Am Tisch sitzen mit dem Dürener Landrat Wolfgang Spelthahn (CDU) und dem Eschweiler Bürgermeister Rudi Bertram (SPD) zwei Politiker, die in den Aufsichtsräten sowohl von RWE Power als auch von MVA sitzen.

Spelthahn sitzt zudem im Aufsichtsrats der kommunalen AWA, der die MVA zu 50 Prozent gehört. Kann so im Interesse der Bürger verhandelt werden? Der Steuerzahlerbund NRW sieht bei der Konstellation „ein Geschmäckle“.

Mehr dazu lesen Sie in unserer Print-Ausgabe am Freitag.

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