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„Plötzlich lagen überall Menschen im Blut”

Von: Detlef Drewes und Robert Esser
Letzte Aktualisierung:
Die Place Saint-Lambert in Lü
Die Place Saint-Lambert in Lüttich nach dem Amoklauf: Viele Menschen, die hier gestern nichts ahnend über den Weihnachtsmarkt bummelten, wurden um 12.30 Uhr Zeugen eines blutigen Foto: dpa

Lüttich. Es ist 12.30 Uhr, als für die Menschen im belgischen Lüttich der vorweihnachtliche Frieden im Mündungsfeuer einer Kalaschnikow untergeht. „Ich hörte einen Knall, dann noch einen. Und dann brachen das Schreien und dieses schreckliche Weinen aus.” Mireille Lorraint studiert in Lüttich.

An diesem Dienstag hatte sie sich mit Freundinnen zum Bummel über den Weihnachtsmarkt verabredet. Doch es wird der schlimmste Tag ihres Lebens. „Plötzlich lagen überall Menschen im Blut”, berichtet sie mit zitternder Stimme. Der Aachener Musikproduzent Frank Stumvoll schlendert gerade über den Weihnachtsmarkt, als plötzlich Dutzende Polizisten in Zivil mit gezogener Waffe auf ihn zu rannten.

„Das war mehr als beängstigend. Schließlich waren die Bewaffneten mit ihrer roten Armbinde zunächst gar nicht als Polizisten erkennbar”, schildert er. „Es brach Panik aus, die Menschen sind in die umliegenden Geschäfte geflüchtet, ich auch.” Dort habe man sich verbarrikadiert und abgewartet, erzählt Stumvoll am Telefon. „Das ist der Horror!”

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