„Peters Kiosk” schon wieder überfallen

Von: Robert Esser
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„Wegen Uberfall geschlossen”: Die Polizei sucht zwei Täter, die am Donnerstagmorgen um 5.25 Uhr „Peters Kiosk”, ein beliebter Treffpunkt im Jakobsviertel, auf der Vaalser Straße ausgeraubt haben. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Vermummt mit Monstermaske und Wollmütze haben zwei Unbekannte am Donnerstagmorgen um 5.25 Uhr „Peters Kiosk” auf der Vaalser Straße überfallen. Beide Täter bedrängten den 56-jährigen Eigentümer laut Polizei mit „Stichwerkzeugen” und räumten die Kasse leer.

Sie flüchteten unerkannt. Der Ladeninhaber erlitt einen Schock. Derselbe Kiosk war bereits im November 2009 ausgeraubt worden. Damals hatten drei maskierte Männer Peter B. mit Pistolen bedroht.

Etwa zwei Dutzend Überfälle auf Kioske, Tankstellen und Geschäfte zählt die Polizei in Aachen pro Jahr. Der Fahndungsdruck ist hoch. „Schwerer Raub ist kein Kavaliersdelikt”, sagt Polizeisprecher Karl Völker. „Wenn wir die Täter erwischen, gibt es die volle Breitseite”, stellt er klar.

Unwahrscheinlich ist das nicht. Denn die Aufklärungsquote liegt in diesem Verbrechensbereich bei 40 Prozent, fast jeder zweite Täter wird geschnappt. „Vorteilhaft bei den Ermittlungen ist natürlich, dass die Täter bei Raubüberfällen ihrem Opfer gegenübertreten und danach oft eine sehr genaue Beschreibung vorliegt - auch wenn die Täter vermummt sind”, erklärt Völker. Deswegen seien etwa Wohnungseinbrüche ungleich schwieriger aufzuklären.

Auch nach dem Überfall vom Donnerstag liegen präzise Täterbeschreibungen vor. Der Täter, der zuerst an die Kiosktür an der Vaalser Straße 15 klopfte und sich danach mit einer Wollmütze maskierte, in die Augenschlitze geschnitten waren, soll folgendermaßen ausgesehen haben: 1,60 Meter groß, normale Statur, bekleidet mit beiger Jeansjacke, Bluejeans und schwarzen Sneakers. Sein Komplize mit der karnevalistischen Monstermaske soll etwa 1,80 Meter groß und auffallend schlank sein. Er trug eine schwarze Jeansjacke, schwarze Hose und ebensolche Springerstiefel.

Beide Räuber sprachen mit osteuropäischem Akzent. Wer die Täter am Morgen zur Tatzeit in der Nähe Vaalser Straße/Schanz gesehen hat oder andere sachdienliche Hinweise geben kann, wird gebeten, sich im Präsidium zu melden: 957731302 oder 957734210.

Übrigens: Erst am Dienstag war - ganz in der Nähe - ein Kiosk am Karlsgraben überfallen worden. Obwohl einer der beiden Räuber der 61-jährigen Ehefrau des 72-jährigen Pächters eine Pistole an den Kopf gehalten hatte, konnte das Seniorenpaar die Täter in die Flucht schlagen - ohne Beute. Einer der beiden Verbrecher, ein 16-jähriger Aachener, wurde unmittelbar nach der Tat von der Polizei ausfindig gemacht und festgenommen.

Genauso bei einem Einbruch am Donnerstag - auch auf der Vaalser Straße. Um 5.30 Uhr schlug dort ein Mann ein Loch in die Scheibe eines Goldschmiede-Ateliers und stahl Schmuck. Bei dem 32-Jährigen, einschlägig polizeibekannt, klickten kurze Zeit später die Handschellen. Aufmerksame Nachbarn hatten den Mann beobachtet.
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