Aachen - Ottfried Fischer weiß nichts von Ausladung

Ottfried Fischer weiß nichts von Ausladung

Von: Manfred Kutsch
Letzte Aktualisierung:
Im Narrenkäfig: Ottfried Fisc
Im Narrenkäfig: Ottfried Fischer bei der AKV-Sitzung. Foto: Krömer

Aachen. In aller Öffentlichkeit hat Werner Pfeil, Präsident des Aachener Karnevalsverein (AKV), vergangenen Sonntag bei der Open-Air-Sitzung „Nettfiere” in der Aachener Innenstadt erklärt: „Mit Rücksicht auf seine Gesundheit wird unser Ordensritter Ottfried Fischer im kommenden Jahr bei der Festsitzung nicht auftreten.”

Logische Folge: Entgegen der bisherigen AKV-Tradition soll der an Parkinson erkrankte Kabarettist im kommenden Jahr nicht die Laudatio auf den noch zu bestimmenden Ordensritter 2013 halten.

Gegenüber unserer Zeitung ergänzte Werner Pfeil: „Diese Entscheidung ist mit dem WDR und der Produktionsfirma Kimmig GmbH abgestimmt.” Mag sie auch noch so verständlich sein - höchste Verwirrung löste diese Entscheidung bei Simon Ernst aus, dem Manager des derzeit in Kur befindlichen Ordensritters Ottfried Fischer. Denn der erfuhr die Nachricht von unserer Zeitung: „Wir wissen davon nichts. Mit uns hat niemand gesprochen. Im Gegenteil: Ottfried und mir liegt ein Schreiben des Präsidenten vor, in dem es heißt, dass sich der AKV sehr mit uns auf die nächste Veranstaltung freut.”

Seit zwei Tagen versucht unsere Zeitung vergeblich, mit Werner Pfeil in Kontakt zu treten. Weder auf Rückrufbitten noch auf Mails reagiert der AKV-Präsident. Derweil behauptete Simon Ernst am Donnerstag, „dass auch WDR und Kimmig von einer solchen Entscheidung keine Kenntnis haben”.


Im Übrigen hat der Manager ohnehin eine andere Sicht der Dinge: „Für Ottfried Fischer war nur deshalb die Festsitzung so problematisch, weil seine Berufung zum Ritter so kurzfristig kam und er am Abend zuvor seine Fernsehsendung noch abwickeln musste. Er hatte kaum Schlaf. Und das macht sich bei seiner Krankheit natürlich bemerkbar.” Für das nächste Jahr sei er „sehr zuversichtlich”: Wenn Fischer genug Zeit habe, „sich auf eine solche Großveranstaltung vorzubereiten, dann geht das alles in Ordnung”.

Bleibt die Frage, warum der AKV bis heute nicht mit dem schwerkranken Betroffenen gesprochen hat.


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