Landgraaf - Ölbilder und Zeichnungen im Dialog mit Metallskulpturen

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Ölbilder und Zeichnungen im Dialog mit Metallskulpturen

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Landgraaf. Renate Müller-Drehsen ist eine vielseitige Künstlerin. Das belegt eine Ausstellung in der Galerie Ipomal, Landgraaf (NL). Schon zweimal zuvor wurde hier eine Auswahl ihres umfangreichen Werkes vorgestellt.

Form- und Farbexperimente bestimmen die Sphäre ihrer abstrakten Malerei. Dies wird besonders anschaulich am Beispiel der Serie Farbleitern. Hier besteht der Untergrund aus schmalen Farbflächen, die sich über die gesamte Leinwand erstrecken. Darüber sind mehrere Lagen heller Farbschichten aufgebracht, die im Folgenden an vielen Stellen wieder abgeschabt werden, so dass die farbigen Unterschichten in vielfältigen Formen wieder zu Tage treten. Von ihnen bestimmt die „Farbleiter” den Gesamteindruck.

Bei intensiverer Beobachtung entdeckt der Betrachter jedoch weitere Details spiritueller Symbolik wie Kreuze, I-Gjing-Zeichen und schemenhafte weiße Gestalten, die an Engel denken lassen. Das Ganze erinnert an mehrlagig abblätternde Putzschichten alter Mauern und bleibt doch moderne zeitgenössische Kunst mit der Symbolik unterschiedlicher Kulturen.

Die „Farbleiter” in Schlangenform begegnet einem auch in anderen Arbeiten, wie in dem Bilderpaar Kleiner Wagen oder in einem großen Gemälde , bei dem die sich die Enden im Weiß des Bildes verlieren. Die meisten Arbeiten sind vielfarbig. Von ihnen unterscheiden sich die Werke Komposition III und Komposition IV durch ihren monochromen Charakter: Rot bzw. Blau. Das erste zeigt eine aufleuchtende rund Form in einem Dreieck, die an einen Planeten erinnert. Die zweite weckt Architekturassoziationen.

Eine weitere Abteilung ist den Zeichnungen, besser: Collagen gewidmet. Diese Schattenbilder sind mit Netzen von Pergamentpapier überzogen, die Tiefe und eigenartige Konturen erzeugen. Sie belegen die Vielfalt des Werkes der Künstlerin, die als ausgewählte Schülerin bei Gerhard Richter gearbeitet hat und in ihrem Kunstverständnis von ihm geprägt wurde.

Peter Buchholz, der ebenfalls ausstellende Künstler, arbeitet vorwiegend mit dem Material Stahl. Hier dominieren die von ihm Herzstücke benannten Metallskulpturen aus verzinktem, rostendem oder bemaltem Stahlblech. Es handelt sich um geschlossene, organische Gebilde, die bei näherer Betrachtung aus der Durchdringung und Verschmelzung zweier „Herzformen” bestehen und durch das Wechselspiel positiver und negativer Flächen im Licht eine beeindruckende räumliche Wirkung erzielen.

Ihr inneres Gerüst besteht aus einem Geflecht der bestimmenden „Herzlinien” als Raumschleifen, dessen Felder durch räumlich gekrümmte Stahlbleche geschlossen sind. Hierbei bleiben die Verbindungsnähte bewusst sichtbar und ergeben eine die Gesamtform überlagernde Oberflächenstruktur. Dies gilt auch für die langgestreckten Skulpturen der Pioppi-Serie und der ca. drei Meter hohen Gemelli, die im Außenbereich der Galerie zu sehen ist.

Öffnungszeiten der Galerie Ipomal, Charles Frehenstraat 5, Landgraaf, sind freitags von 17 bis 20 Uhr sowie samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr. Die Finissage ist am Sonntag, 27. Februar, um 15 Uhr.
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