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Ökonomen streiten über Lohnerhöhungen

Von: dapd
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Düsseldorf. Vor den Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst und in der Chemieindustrie streiten Ökonomen über die richtige Lohnpolitik 2011.

„Ein Aufschwung lässt sich nur erreichen, wenn die private Nachfrage merklich zunimmt”, schreibt Gustav Adolf Horn, Leiter des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung, in einem am Wochenende vorab veröffentlichten Gastbeitrag für die „WirtschaftsWoche”.

Dies erfordere „deutlich höhere Lohnzuwächse als im vergangenen Jahrzehnt”. Horn spricht sich für „gesamtwirtschaftliche Lohnsteigerungen in der Gegend von drei bis dreieinhalb” Prozent aus. Dagegen warnt Dennis Snower, Präsident des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) in Kiel: „Für Tarifsteigerungen auf breiter Front gibt es 2011 keinen Spielraum.” Die Finanzkrise sei noch nicht überwunden und „der konjunkturelle Aufwärtstrend mit Risiken behaftet”, schreibt er ebenfalls in einem Gastbeitrag für die „WirtschaftsWoche”.

Die Produktivität der deutschen Wirtschaft sei in der Krise massiv zurückgegangen und liege noch immer unter dem Niveau der Jahre 2007 und 2008. „Jetzt die Löhne kräftig zu erhöhen, würde unser anfälliges ökonomisches Fundament gefährden”, schreibt Snower. Der Aufwärtstrend auf dem Arbeitsmarkt geht nach Ansicht des IfW-Präsidenten vor allem auf die Lohnzurückhaltung vor der Krise und auf die Arbeitsmarkt-Reformen der alten Bundesregierung unter Gerhard Schröder (SPD) zurück.

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