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Ob Pizza oder Strumpfhosen: Automaten bedienen viele Wünsche

Von: Petra Albers, dpa
Letzte Aktualisierung:
Automatenmesse "EuVend"
Eine Pizza nimmt ein Model am Donnerstag (08.09.2011) in Köln aus einem Automaten, in dem sie fertiggebacken wurde. Die Automatenmesse "EuVend" findet vom 08. bis 10. September 2011 in Köln statt. Foto: dpa

Köln. Salami oder Margarita? Ein Knopfdruck, Geld einwerfen, drei Minuten warten - und schon kommt die frisch gebackene Pizza aus dem Fach. Der Pizza-Automat ist eine der Neuheiten, die seit Donnerstag auf den Fachmessen „EuVend” und „Coffeena” in Köln gezeigt werden.

Ob Strumpfhosen, Bohrmaschinen oder Ballerina-Schühchen: Verbraucher können immer mehr Produkte aus Automaten ziehen. Insgesamt stehen in Deutschland rund 514 000 Verkaufsautomaten, schätzt der Bundesverband der Deutschen Vending-Automatenwirtschaft (BDV).

Bücher, Plüschteddys, Regenschirme oder Blumensträuße: Viele Automaten sind auf den mobilen Menschen ausgerichtet, der „noch schnell” etwas besorgen muss. Vergessliche Reisende könnten an manchen Flughäfen Batterien, Speicherkarten und sogar Digitalkameras an Automaten bekommen, berichtet der BDV. Für Radfahrer mit platten Reifen hingen deutschlandweit inzwischen 700 Automaten mit Fahrradschläuchen. Landwirte entdeckten Automaten für die Direktvermarktung von Eiern, Milch oder Honig. Insgesamt sei mit Automaten-Produkten im vergangenen Jahr ein Umsatz von rund 2,5 Milliarden Euro erzielt worden.

Doch bei allen Kuriositäten: Mehr als die Hälfte aller Automaten liefert Heißgetränke. Jährlich werden laut BDV fast zwei Milliarden Portionen Automaten-Kaffee ausgegeben. Der Trend gehe dabei immer mehr zu kleinen Automaten, die am Arbeitsplatz die konventionelle Kaffeemaschine verdrängten. Denn auch dort wollten die Menschen oft lieber Latte Macchiato statt Filterkaffee genießen, sagt BDV-Vorstandssprecher Karl-Heinz Blum.

Und so zeigen viele der 237 Aussteller Neuheiten aus diesem Bereich: Die Tee- und Kaffeesorten werden vielfältiger, das Design der Automaten wird trendiger und die Technik bequemer. Es gibt Geräte mit Sprachkennung, die auf Zuruf Cappuccino produzieren; Geräte, denen es nichts ausmacht, im strömenden Regen zu stehen; oder Geräte, die dem Kaffee auf Kundenwunsch ferngesteuert mehr Wasser beimengen. Viele Automaten haben Touchscreens statt konventioneller Knöpfe; die Produkte kommen nicht mehr unten, sondern in Greifhöhe heraus.

Die meisten Automaten stehen in Unternehmen, damit die Mitarbeiter sich verpflegen können. Per Knopfdruck kann man nicht nur Sandwiches und Suppen auswählen, sondern auch komplette warme Fertiggerichte wie Krustenbraten oder Geflügelbällchen. Ein neuer Snackautomat listet auf einem Bildschirm die Inhaltsstoffe von Schokoriegeln oder Chips auf - außer für kalorienbewusste Konsumenten sei dies auch für Allergiker interessant, meint der Hersteller.

Bezahlt wird am Automaten nach wie vor überwiegend mit Münzen. Es gibt aber auch schon Geräte mit Kreditkarten-Lesegeräten. „Demnächst wird vereinzelt auch Handy-Bezahlung möglich sein”, sagt BDV-Geschäftsführer Norbert Monßen. „Die Gespräche mit Mobilfunkanbietern darüber laufen.”
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