Acubi Freisteller

NRW würdigt Schriftsteller Heinrich Böll zum 100. Geburtstag

Von: dpa
Letzte Aktualisierung:
heinrich böll
Der Schriftsteller Heinrich Böll in seiner Wohnung in Köln, Dezember 1977. Mit Heinrich Böll starb 1985 einer der bedeutendsten Schriftsteller der Nachkriegszeit. Im Dezember 2017 wäre er 100 Jahre alt geworden. Nicht nur seine Geburtsstadt Köln feiert das mit einem vielfältigen Programm. Foto: Heinz Wieseler/dpa

Köln. Köln und andere deutsche Städte würdigen den 100. Geburtstag des Schriftstellers Heinrich Böll mit zahlreichen Veranstaltungen. Der 1985 gestorbene Literaturnobelpreisträger hätte am 21. Dezember 2017 seinen runden Geburtstag gefeiert.

In seiner Heimatstadt Köln zeigt das Schauspiel Bölls „Ansichten eines Clowns” in einer Theaterfassung von Thomas Jonigk. Das Hänneschen-Theater präsentiert am 30. April mit der Günter und Ute Grass-Stiftung den „Freipass, Band 2”, der das Lebenswerk Bölls analysiert. Im Museum Ludwig beleuchtet ab September die Schau „Die humane Kamera” das Verhältnis Bölls zur Fotografie.

Am 24. November wird in Köln der Böll-Preis verliehen, einen Tag später setzen sich im Schauspielhaus der Domstadt Gegenwartsautoren mit Böll auseinander, darunter Eva Menasse und Ulrich Peltzer. In der Kölner Stadtbibliothek, die das Heinrich-Böll-Archiv beheimatet, rückt ab Herbst eine Ausstellung Böll und die bildende Kunst in den Fokus. Am 18. Oktober wird dort zudem ein bislang unbekanntes Kriegstagebuch des Schriftstellers vorgestellt. Die Kölner Oper lockt ab Dezember in das Musiktheaterwerk „...zu weit gehen (Der Engel schwieg)” des Komponisten Helmut Oehring. Im Sommersemester startet an der Universität Köln die Ringvorlesung „Ästhetik des Humanen”.

Die Heinrich-Böll-Stiftung erinnert in mehreren Städten an das Wirken ihres Namensgebers. In der Kölner Kartäuserkirche steht am 4. April ein Vortrag zu Böll und der christlich-jüdischen Zusammenarbeit auf dem Programm. In Greifswald zeigt die Stiftung ab dem 28. März die Wanderausstellung „Einmischung erwünscht”; im April ist diese in Rostock zu sehen, später auch in Göttingen und Bremen sowie in Warschau und Prag. Vom 17. bis 19. Mai veranstaltet die Stiftung eine Bildungsreise, bei der Interessierte die Heimat Bölls unter anderem bei einem literarischen Spaziergang erkunden.

Böll war einer der bedeutendsten deutschen Schriftsteller der Nachkriegszeit. Zu seinen großen Werken zählen neben den Romanen „Ansichten eines Clowns” und „Billard um halbzehn” die Erzählungen „Ende einer Dienstfahrt” und „Die verlorene Ehre der Katharina Blum”. Böll erhielt 1972 den Literaturnobelpreis.

Die Homepage wurde aktualisiert