Düsseldorf - NRW kaum von Bahnstreik betroffen

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NRW kaum von Bahnstreik betroffen

Von: dpa
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Düsseldorf. Bahnreisende in Nordrhein-Westfalen sind am Donnerstag weitgehend von den Streiks der Lokführergewerkschaft GDL verschont geblieben.

Ein Gewerkschaftssprecher in Düsseldorf berichtete am Nachmittag von acht Kollegen in NRW, die bei der Prignitzer Eisenbahn des Unternehmens Abellio sowie bei Arriva die Arbeit niedergelegt hätten.

Ohnehin ausgenommen von dem Streik waren die Deutsche Bahn (DB) und der Konkurrent Keolis, der in NRW auf mehreren Strecken unter dem Namen Eurobahn unterwegs ist. Auch das Unternehmen Veolia, das unter anderem die Nordwestbahn betreibt, war zunächst nicht von dem 47-stündigen Streik betroffen, der bundesweit bis Samstagmorgen um 2.00 Uhr dauern soll.

Die GDL fordert Verhandlungen über einen Rahmentarifvertrag, der eine einheitliche Bezahlung für die 26.000 Lokführer in Deutschland im Regional-, Fern- und Güterverkehr bringen soll - egal, bei welchem Betreiber sie arbeiten. Mit Arbeitsniederlegungen bei der Deutschen Bahn hatte die GDL Ende Februar und Anfang März auch in NRW die Fahrpläne kräftig durcheinander gewirbelt.

Mit der bundeseigenen DB gibt es inzwischen Verhandlungen. Mit den Konkurrenten fehlt hingegen seit Wochen die Gesprächsbasis. Lediglich Keolis hatte am Mittwochabend Verhandlungen angeboten. Die Eurobahn von Keolis fährt zum Beispiel als Rhein-Emscher-Express von Hamm über Dortmund und Gelsenkirchen nach Düsseldorf. Der Maas-Wupper-Express fährt über Hagen und Düsseldorf weiter ins niederländische Venlo. Stark vertreten ist Keolis zudem rund um Bielefeld.

Abellio hält Verhandlungen mit der GDL auf Basis des mit der Gewerkschaft EVG im Februar geschlossenen Branchentarifvertrages für möglich, wie Geschäftsführer Ronald Lünser in Essen sagte. Die Möglichkeit eines weiteren Branchentarifvertrags, den die privaten Bahngesellschaften mit der GDL schließen könnten, hält er für unwahrscheinlich.

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