Düsseldorf - NRW-Kampagne: „Sieger rasen nicht!”

NRW-Kampagne: „Sieger rasen nicht!”

Von: dpa
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Verkehrssicherheitsaktion "Sieger rasen nicht!"
Der nordrhein-westfälische Innenminister Ingo Wolf (FDP, rechts) und Fecht-Olympiasiegerin Britta Heidemann (links) präsentieren die neue Verkehrssicherheitsaktion. Foto: dpa

Düsseldorf. Unter dem Motto „Sieger rasen nicht!” soll eine neue Kampagne mit Fecht-Olympiasiegerin Britta Heidemann vor allem junge Autofahrer zu langsamerer Fahrweise bewegen. „Zu schnelles Fahren ist Ursache Nr. 1 für tödliche Unfälle”, sagte NRW- Innenminister Ingo Wolf (FDP) am Freitag in Düsseldorf.

Mehr als jeder dritte Verkehrstote auf nordrhein-westfälischen Straßen sei Opfer zu hoher Geschwindigkeit. Unter den 226 Toten durch zu schnelles Fahren seien besonders viele junge Auto- und Motorradfahrer, so Wolf.

Kampagnen-Botschafterin Heidemann lobte ihren eigenen „besonnenen Fahrstil”, bei dem sie auf Sicherheit und Umweltschutz setze. „Es ist zwar schön, auch mal schnell zu beschleunigen. Aber noch lieber behalte ich die Kontrolle über mein Fahrzeug”, sagte die Fechterin. „Nur mit Besonnenheit schafft man es zum Sieg und ans Ziel.”

Die letztjährige „Gurt-Kampagne” mit Torhüter Manuel Neuer sei erfolgreich gewesen, sagte der Innenminister. Die Zahl der nicht- angeschnallten Verkehrstoten sei um 20 Prozent gesunken. 2009 starben nach vorläufigen Zahlen rund 620 Menschen auf den Straßen in NRW - nach 694 im Vorjahr. Die Polizei stellte im gleichen Zeitraum etwa 1,5 Millionen Geschwindigkeitsverstöße fest.

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