Neues Burgdach: Die UWG will Sponsoren suchen

Von: Georg Pinzek
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Hagen Rether hatte den Tipp, in der vergangenen Saison auf der Burg zu gastieren, von Götz Alsmann bekommen: Rether zählt zu den Spitzenkabarettisten in Deutschland, genauso wie Winfried Schmickler, der im Juni kommen will.

Würselen. Die Hängepartie, ob das unter der Schneelast eingestürzte Zeltdach der Freilichtbühne Burg Wilhelmstein wieder aufgebaut wird, geht weiter. Im Haupt- und Finanzausschuss hat sich keine Mehrheit per Eilentscheidung gefunden, 210.000 Euro in den Haushalt einzustellen.

Weiteren Informations- und Beratungsbedarf reklamierten die Fraktionen. In einer Sondersitzung des Rates am Montag, 31. Januar, soll nun die Entscheidung fallen. „Gut informierte, entscheidungskompetente und an den Hebeln der Bewerkstelligung sitzende Kreise haben bereits ihren festen Willen bekundet, das nicht nur funktional wichtige, sondern nebenbei auch in seiner Art wunderschöne Zeltdach wieder auferstehen zu lassen. Und zwar pünktlich zum Saisonbeginn im Mai”, mit dieser Prognose meldete sich noch kurz nach dem bestürzenden Ereignis Uli Pesch im Namen des Burgteams auf der Homepage der renommierten Kulturstätte zu Wort.

Sein sonniger Optimismuss muss aber wohl einen empfindlichen Dämpfer wegstecken. Technischer Beigeordneter Till von Hoegen hatte noch die Dringlichkeit einer schnellen Entscheidung im Rathaus deutlich gemacht. Denn für den Aufbau des Zeltdachs benötige die Fachfirma Spann-Bau GmbH 12 bis 18 Wochen. Ende Mai soll die Saison auf der Freilichtbühne eigentlich beginnen.

„Vermutlich wollen alle wieder ein Dach auf der Burg, leider können wir uns das nicht leisten”, wandte sich jetzt UWG-Fraktionsvorsitzender Walter Quadflieg an Bürgermeister Arno Nelles und seine Ratskollegen. Die UWG regte jetzt an, „den Versuch zu wagen, eine Finanzierung außerhalb des städtischen Haushalts auf die Beine zu stellen”. Sponsoren sollen für die Konstruktion und die textile Dachhaut eingeworben werden.

Eine einzurichtende Arbeitsgruppe des Rates könnte sich darum bemühen. Sofern der Denkmalschutz keine Einwände habe, könnten nach Vorstellungen der UWG Aussichten auf Werbeaufdrucke auf der Plane die Spendenbereitschaft steigern. Um steuerabzugsfähige Quittungen ausstellen zu können, wäre das Konto der wiederbelebten Kulturstiftung Würselen unter dem Stichwort „Zeltdach” wohl die geeignete Anlaufstelle.

Quadflieg geht noch einen Schritt weiter: „Das Verfahren könnte auch durch den Verkauf von Zertifikaten erweitert werden, welche später beim Verkauf von Eintrittskarten wieder eingelöst werden.” Die Umsetzung des Vorschlags erfordere jedoch einen Zeitaufschub. Auch sollten unbedingt Alternativlösungen mit leichter zu handhabendem Einrollmechanismus oder ähnlichem gesucht und beraten werden. Eventuell könne eine feste Überdachung des Bühnenbereichs mit einer Planenüberdachung des Zuschauerbereichs kombiniert werden. Quadflieg: „Uns ist bewusst, dass durch eine solche Vorgehensweise wohl eine Saison ohne Überdachung auskommen muss. Die Monschau-Klassik und Kurpark-Klassik in Aachen praktizieren das auch.”
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