Neuer Wilhelminaturm lockt mit „Skywalk”

Von: Heiner Hautermans
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Ein Ausflug für Mutige: Das B
Ein Ausflug für Mutige: Das Betreten des „Skywalks” auf dem Wilhelminaturm ist sicher nicht jedermanns Sache. Foto: Leah Hautermans

Aachen. Wer die neue Attraktion des Dreiländerpunktes betreten will, sollte eine gewisse Standfestigkeit mitbringen. Schwindelfreiheit und die Abwesenheit von Höhenangst wären auch nicht schlecht. Und am Donnerstagvormittag war auch ein gewisses Ausdauervermögen notwendig, immerhin waren bis zum „Skywalk”, 353,5 Meter über Normalnull, genau 181 Stufen zu erklimmen - der Aufzug funktionierte noch nicht.

Oben allerdings bietet sich ein atemberaubender Ausblick, in mehrfacher Hinsicht: Die Begrenzungen rechts und links sind aus Glas, der Boden aus Gitterrosten und leicht milchigem Glas, in der Ferne ist das Kraftwerk Weisweiler zu erkennen, nach unten fällt der Blick fast frei auf Terrasse und Parkplatz des gleichnamigen Lokals „Wilhelminatoren”.

Oben weht eine frische Brise. Für den 9. Juni war die Eröffnung des neuen Turms geplant, und mittags waren Architekt Roger Martens und Erbauer Adriaan Bos auch noch guten Mutes, den Termin halten zu können: „Wir schaffen es.” Ringsum wurde aber noch gehämmert, gebohrt, gesägt und gepinselt, zahlreiche Handwerker arbeiteten beim Presserundgang noch auf Hochtouren.

Gastronom Bos ging mit leuchtendem Beispiel voran und beschritt als einer der ersten den überkragenden „Skywalk”, voller Vertrauen in die mächtigen Stahlträger: „Ich habe keine Angst. Außerdem ist alles sehr schön geworfen, schöner als gedacht.” Auf den seitlichen Glasscheiben prangt in großen Lettern „Aachen - Vaals 353,5 m”. Die Schrift wird abends leuchten, verspricht Bos, der voller Stolz auch auf die anderen Lichteffekte verweist: 35 Feuerpunkte, die in die Natursteine eingelassen sind und abwechselnd pulsieren.

Drei Euro Eintritt

Am Nachmittag stellte sich jedoch heraus, dass der Eröffnungstermin 9. Juni doch nicht zu halten ist, stattdessen sollen am Freitag die ersten Besucher auf den Wilhelminaturm gelassen werden. Sie müssen einen Eintrittspreis von drei Euro entrichten. Der Neubau ersetzt den hölzernen, zehn Meter niedrigeren und etwa 50 Jahre alten Vorgängerturm, der baufällig war und abgerissen werden musste.
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