Neuer Wettbewerb unter Schulprojekten

Von: Valerie Barsig
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Deutsch-niederländische Projekte an Schulen gibt es schon einige. Damit es noch mehr werden, startet die niederländische Honorarkonsulin Christiane Vaeßen zusammen mit dem Deutsch-Niederländischen Jugendwerk und der Deutsch-Niederländischen-Gesellschaft einen Wettbewerb.
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Christiane Vaeßen, Honorarkonsulin der Niederlande, will deutsche und niederländische Jugendliche einander näher bringen.

Aachen. Rund 200 Jahre ist es her, dass die Niederländer ihre Verfassung aufgeschrieben haben, die noch bis heute in Teilen gültig ist. Am 29. März 1814 trat sie in Kraft – zusammen mit der Erbmonarchie und der Herrschaft von Willem I., dem Prinz von Oranje. Er war 1813, nachdem Napoleon an Macht verloren hatte, nach 18 Jahren aus dem englischen Exil zurückgekehrt.

„Man weiß in Deutschland kaum etwas über die niederländische Geschichte“, sagt Christiane Vaeßen, Honorarkonsulin der Niederlande. Noch bis 2015 dauert die 200-Jahrfeier des Nachbarlandes. Laut Vaeßen ein guter Zeitpunkt, um das gegenseitige Wissen über das Nachbarland zu vertiefen.

Sie will dort ansetzen, wo man nachhaltig etwas für das deutsch-niederländische Verhältnis tun kann: Junge Menschen sollen sich austauschen und gegenseitig kennenlernen. Für Vaeßen gibt es zwar viele deutsch-niederländische Kooperationen, beispielsweise an Schulen, diese werden aber noch nicht genug sichtbar.

Deshalb hat sie nun eine binationale Projektgruppe ins Leben gerufen, die bereits 27 Schulen mit ins Boot geholt hat, um gemeinsame Projekte umzusetzen. In einem Wettbewerb, der gemeinsam vom Konsulat, vom Deutsch-Niederländischen Jugendwerk und der Deutsch-Niederländischen-Gesellschaft ausgeschrieben wird, sollen diese und neue Projekte prämiert werden.

Ziel ist es, Jugendliche sprachlich und interkulturell zu fördern, Unterschiede und Gemeinsamkeiten herauszufinden, und vor allem sollen die Projekte mit gegenseitigen Treffen verbunden sein.

Läuft der Wettbewerb gut an, soll er alle zwei Jahre stattfinden. Bei einer Veranstaltung am 12. Februar sollen interessierte Schulen zusammengebracht werden und vielleicht auch schon den richtigen Partner für ihre Ideen finden.

Vaeßen plant außerdem, jedem Projekt einen Paten zur Seite zu stellen.

Das müssen Menschen sein, die euregionale Kompetenzen haben. „Es geht mir um ideelle Unterstützung“, erklärt Vaeßen. Die Paten sollen sich in der Region auskennen und Interesse an deutsch-niederländischen Beziehungen haben.

Im Frühjahr 2015 werden die besten Projekte dann mit einer Geldprämie ausgezeichnet, nachdem eine Jury über die Platzierung entschieden hat.

Ideen für Projekte gibt es viele, denn laut Vaeßen ist der Nachholbedarf groß. Was Deutsche über niederländische Bräuche und das Land wüssten, das sei überschaubar, und auch umgekehrt sei das Wissen über Deutschland gering, sagt Vaeßen. Ein Schlüssel zur Geschichte sei Sprache: „Nichts ist schlimmer als Kommunikation in schlechtem Englisch.“

Ein Auslandsaufenthalt könne zum Beispiel eine Menge verändern, nicht nur sprachlich könne man etwas lernen, sondern auch mehr kulturelles Verständnis entwickeln. „Ein Beispiel ist ein niederländischer Geburtstag“, sagt Vaeßen. Im Nachbarland werde stets nicht nur dem Geburtstagskind, sondern der ganzen Gesellschaft gratuliert. „Das ist für uns fremd, aber keineswegs schlecht. Nur eben anders“, sagt Vaeßen.

Geht es nach den Projektmachern, sollen Kooperationen entstehen, die für die ganze Region von Bedeutung sind, also beispielsweise Projekte, die sich um Energie oder nachhaltiges Bauen drehen. Daneben kann aber auch Zusammenarbeit im kulturellen Bereich – Musik oder Theater etwa – prämiert werden: Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

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