Düsseldorf - Neuer Typ Autoaufbrecher mit Nachtsichtgerät erfasst

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Neuer Typ Autoaufbrecher mit Nachtsichtgerät erfasst

Von: dpa
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Düsseldorf. Nächtelang lagen Düsseldorfer Polizisten im Dauerregen mit Nachtsichtgeräten auf der Lauer, bevor sie endlich einen modernen Auto-Aufbrecher zu fassen bekamen.

Der 29-Jährige war mit einer hochwertigen deutschen Limousine und Notebook eigens aus London angereist - Typ Geschäftsmann mit teurer Londoner Wohnung, gehobenem Lebensstil und sogenannter „Powerseller” im Internet. Die Polizei geht davon aus, dass professionelle Banden solcher „Auto-Marder„ für den Anstieg der Fallzahlen und die geringe Aufklärungsquote in Nordrhein-Westfalen verantwortlich sind.

Die Ermittler vermuten, dass der 29-Jährige an ganzen Tatserien von Aufbrüchen hochwertiger Autos in Düsseldorf beteiligt war. Schaden der letzten Serie von 30 Taten: 70.000 Euro. Der Verdächtige stamme aus dem Baltikum und sei bereits früher von der britischen Polizei mit einem Kofferraum voller gestohlener Airbags ertappt worden, berichtete die Polizei am Freitag. Seither versende er seine Beute offenbar mit der Post.

In einem teuren Wohnquartier in Düsseldorf waren in den Tiefgaragen mit insgesamt 1000 Stellplätzen immer wieder Autos ausgeplündert worden - einige Besitzer wurden dreimal Opfer der Langfinger, die es auf Airbags, Navigationsgeräte und ganze Konsolen abgesehen haben. An einem der Lüftungsschächte dieser Tiefgaragen geriet der 29-Jährige ins Visier des Nachtsichtgeräts der Polizei und wurde festgenommen. Durch die Schächte seien die „Auto-Marder” bereits in früheren Fällen in die Tiefgaragen gelangt.

Die Polizei will nun seine digitalen Geräte auswerten, um dem 29-Jährigen, der wegen gewerbsmäßigen Bandendiebstahls in Untersuchungshaft sitzt, weitere Taten zuzurechnen. Einer ordentlichen Arbeit sei der Mann jedenfalls nicht nachgegangen.

Die Fahrzeugsteller würden den Dieben die Arbeit nicht gerade erschweren: Seien die Geräte früher mit mühsam abzukratzenden Seriennummern versehen gewesen, seien die heutigen Laser-Kennungen relativ leicht entfernbar, sagte Chef-Ermittler Jürgen Franke.

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