Neuer Service „Onleihe“: Bestseller kostenlos downloaden

Von: Angela Delonge
Letzte Aktualisierung:
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Neue Bestseller kostenlos auf dem E-Reader lesen? Die neue „Onleihe“ von elf öffentlichen Bibliotheken in der Region macht's möglich.

Aachen. Die neuesten Bestseller kostenlos auf dem E-Reader oder Tablet lesen? Hörbücher downloaden soviel man will? Die neue „Onleihe“ von elf öffentlichen Bibliotheken in der Region macht's ab sofort möglich. Die guten, alten Ausleihen sind damit endlich im 21. Jahrhundert angekommen.

Immerhin ist die Region eine der letzten Gegenden in Deutschland, wo die moderne Ausleiheplattform eingeführt wird. Das Angebot ist ab sofort freigeschaltet. Einfach auf www.onleihe.de/region-aachen gehen, sich mit dem Bibliotheksausweis als Nutzer in der Heimat- oder Lieblingsbibliothek anmelden, und schon ist man drin in der schönen, bunten, digitalen Medienwelt.

Denn ohne Frage können hier nicht nur die neuesten Bestseller kostenlos auf den heimischen Computer, aufs Tablet oder das Smartphone sowie auf den E-Reader heruntergeladen werden, sondern das gesamte Paket, das öffentliche Bibliotheken so in ihren Beständen haben: Kinder- und Jugendbücher, Sachbücher, Hörbücher, Musik, Videos, Zeitungen und vieles mehr. Pech hat, wer einen Kindle zum Lesen digitaler Werke benutzt. Das Gerät des Online-Händlers Amazon erlaubt nur kostenpflichtige Downloads aus dem eigenen Shop.

Die praktische neue Ausleihe kommt mehr als 700.000 Menschen in der Region zugute, denn so viele sind als Nutzer der Bibliotheken registriert. Vor allem Menschen, für die die nächstgelegene Bibliothek schwer zu erreichen ist oder denen - aus welchen Gründen auch immer - die Öffnungszeiten ungelegen kommen, werden davon profitieren. Mit dem Schritt in die digitale Welt können die Bibliotheken nun ihrem gesetzlichen Bildungsauftrag viel besser als bisher nachkommen. Wolfgang Savallich, Leiter der Stadtbibliothek Aachen und Verantwortlicher des Projekts „Onleihe“, ist voller Stolz über die gelungene Kooperation. Er sagt: „Das ist ein beachtliches Beispiel dafür, dass regionale Zusammenarbeit unaufgeregt und sehr effizient einen großen Mehrwert für die Bürger schaffen kann.“

Leicht war das indes nicht: Drei Jahre haben die hiesigen Bibliotheken am Konzept einer regionalen „Onleihe“ gebastelt. Mit im Boot sind nun elf Städte: Aachen, Alsdorf, Baesweiler, Düren, Erkelenz, Eschweiler, Geilenkirchen, Herzogenrath, Jülich, Simmerath und Stolberg. Und für jede Einrichtung war es ein großes Unterfangen, denn für die „Onleihe“ musste jede Bibliothek je nach Größe einen vierstelligen Betrag, angefangen bei 1800 Euro aus eigenen Mitteln bereitstellen. Kein Pappenstiel bei überall angespannter Haushaltslage. Aber am Ende taten sich die unterschiedlichsten Ressourcen auf: Manche Häuser bekamen einen höheren Etat, manche wurde durch ihren Förderverein unterstützt, und manche sparten an ihrem Medienetat.

In Geilenkirchen, Jülich und Simmerath sprangen Sponsoren großzügig in die Bresche. Trotzdem: „Es gab Phasen, wo wir ganz schön gezittert haben“, sagt Savallich. Doch der Erfolg wird ihm und seinen Mitstreitern Recht geben. „Sie werden von der Nachfrage überrollt werden“, das prognostiziert Eckhard Kummrow von der Firma BibliotheksConsulting, die die Einführung der „Onleihe“ deutschlandweit begleitet. Wen wunderts da, wenn nun Heinsberg und Hückelhoven, ja sogar Eupen in den Startlöchern stehen.

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