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Neue Brücke: „Keine besonderen Engpässe“

Von: Udo Kals
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Abriss und Neubau an gleicher Stelle: Der so genannte Überflieger, über den die Autos aus den Niederlanden in das Aachener Autobahnkreuz geführt werden, ist marode. Während der Bauzeit wird der Verkehr über eine provisorische Brücke fließen. Foto: Ralf Roeger

Aachen/Berlin. Bei dem Wort Nadelöhr gehen bei Matthias Bächler ganz schön schnell die Bremslichter an. Und so beeilt sich der Diplom-Ingenieur vom Landesbetrieb Straßen.NRW zu betonen, dass bei der nächsten Großbaustelle im Rahmen des Ausbaus des Aachener Autobahnkreuzes eben kein neues Nadelöhr entsteht. Die Brücke, auf der der Verkehr aus den Niederlanden über die A4 ins Kreuz rollt, wird in den kommenden Jahren abgerissen und neu gebaut.

„Doch weil wir vor dem Abriss neben dem bestehenden Bauwerk eine Behelfsbrücke errichten, über die der Verkehr geleitet wird, werden wie bisher zwei Fahrspuren zur Verfügung stehen. Es wird zu keinen besonderen Engpässen kommen“, sagt Bächler, der stellvertretender Leiter der für den Umbau des Kreuzes zuständigen Landesbetrieb-Niederlassung Ville-Eifel ist.

Doch bis die Abrissbagger anrollen, wird noch einige Zeit vergehen. Denn nachdem das Bundesverkehrsministerium Mitte der Woche grünes Licht für den weiteren Brückenneubau gegeben hat, der laut Bächler „deutlich mehr als zehn Millionen Euro“ und somit mehr als bislang geschätzt kosten wird, sind jetzt erst einmal die Planer am Zug. „Wir stehen vor der sehr anspruchsvollen Aufgabe, die neue Großbaustelle in die Um- und Ausbaupläne für das Aachener Kreuz räumlich und zeitlich zu integrieren. Wir müssen in Teilen komplett umplanen“, sagt Bächler. So muss nicht nur eine rund 80 Meter lange Behelfsbrücke in dem Gewusel von Brücken und Fahrspuren Platz finden. Auch müssen Dämme aufgeschüttet werden, auf denen diese zweispurige Behelfsbrücke ruhen wird. „Jetzt müssen wir im Detail ausknobeln, wie das am besten geht.“

Ende 2013 sollen die Planungen für den Neubau stehen, 2014 Ausschreibung und Vergabe laufen. „Frühestens im zweiten Halbjahr 2014 kann mit dem Bau begonnen werden.“ Geplant ist eine Brücke mit Stahlträgern samt Betonplatte, die mit 172 Metern Länge und 22,50 Meter Breite deutlich größer als die bisherige sein wird. Damit sich die Verkehrsteilnehmer im Zulauf auf das Kreuz früher einordnen können und so der Verkehr entzerrt wird, wird der neue Überflieger mit vier Fahrspuren doppelt so viele haben wie der heutige.

Die zweite Variante, die neue Brücke neben der alten zu bauen, ist vom Ministerium verworfen worden – noch teurer, technisch noch aufwendiger, noch komplizierter, sagt Bächler: „So hätten beispielsweise die RWE-Hochspannungsleitungen nochmals verlegt werden müssen.“ Doch auch so sei die Aufgabe knifflig genug. „Wir müssen mit großen Bauteilen arbeiten, haben aber keinen Platz für Baukräne. Da müssen wir uns noch etwas einfallen lassen.“

Klar ist bereits, dass sich durch den neuen Auftrag die Bauzeit verlängert. Bislang liegen die Straßenbauer mit dem Ausbau des Verkehrsknotens mehr oder weniger im Zeitplan, der einen Abschluss der im September 2009 begonnenen Arbeiten Anfang 2015 vorsah. Nun werden die letzten Baken und Baustellenschilder frühestens Ende 2016 abgebaut.

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