Neue Blitze auf A4? Prüfung läuft!

Von: Claudia Schweda
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A4 Blitze
Auf der A4 bei Düren könnte möglicherweise recht kurzfristig eine stationäre Radarmessanlage aufgestellt werden. Foto: Schiffer

Aachen. Möglicherweise recht kurzfristig könnte auf der A4 bei Düren eine stationäre Radarmessanlage aufgestellt werden, um die ohnehin verstärkten mobilen Messungen der Autobahnpolizei dauerhaft zu flankieren. Die pure Zahl der Unfälle in diesem Jahr auf dem Autobahnabschnitt zwischen Eschweiler und Kerpen-Buir hatte nahegelegt, dass sich die Unfallkommission bei der Bezirksregierung Köln mit diesem Bereich befassen muss.

Bis zum 1. Dezember hatten sich in diesem Jahr bereits 618 Unfälle in diesem Bereich ereignet. Das sind 16,5 Prozent oder 102 Unfälle mehr als im Jahr zuvor.

Auf die Frage, ob eine stationäre Geschwindigkeitsmessanlage auf der A 4 geplant sei, hieß es am Freitag aus dem Kreis Düren: „Die Einrichtung von Messpunkten wird zurzeit geprüft.“

Auch auf der A 46 ist das letzte Stück vom Kreuz Wanlo bis zum Ausbauende in Heinsberg dieses Jahr auffällig. Allein in den vergangenen vier Wochen ereigneten sich dort drei Unfälle mit sieben Leichtverletzten. Insgesamt gab es nach Angaben der Autobahnpolizei Düsseldorf 137 Unfälle in diesem Jahr. 2012 waren es nur 106. Momentan seien die Parameter noch nicht geeignet, sich in der Unfallkommission mit diesem Streckenabschnitt zu beschäftigen. „Es fehlt aber nicht mehr viel“, sagte der Sprecher der Autobahnpolizei.

Dass eine stationäre Radarmessanlage die Unfallzahl drastisch sinken kann, beweist die Anlage auf der A44 vor der Rampe zur A61 im Dreieck Jackerath. Nach dem Umbau des Dreiecks im Jahr 2005 war dort ein Unfallschwerpunkt entstanden. Der Höhepunkt wurde 2010 erreicht, als es 34 Unfälle gab. Warnschilder und ein Tempolimit beachteten die wenigstens Autofahrer. Die stationäre Radarfalle dagegen wirkt: Seit 2011 ereignen sich im Schnitt nur noch sechs Unfälle pro Jahr.

Die Stadt Köln profitiert von einer veränderten Vorschrift für die Einrichtung einer stationären Radaranlage: Demnach können sie jetzt auch dort aufgestellt werden, wo allein aufgrund der Häufigkeit der Geschwindigkeitsüberschreitungen eine erhöhte Unfallgefahr angenommen werden kann. Das ist auf der maroden A1-Brücke Richtung Leverkusen der Fall, auf der 60 gefahren werden darf. 2014 soll die Anlage in Betrieb gehen. Köln rechnet mit zwölf Millionen Euro Einnahmen im ersten Jahr. 63 Mitarbeiter werden dafür zusätzlich eingestellt.

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