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Narren feiern friedlicher als im Vorjahr

Von: ddp
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rosenmontag kehraus
Viel zu tun hatten die Straßenkehrer nach dem Rosenmontagszug in Aachen - die Polizei hingegen berichtet von verhältnismäßig ruhigen Karnevalstagen.

Düsseldorf/Mainz. Bei Glatteis und frostigen Temperaturen ist der Rosenmontag in den meisten deutschen Karnevals-Hochburgen deutlich friedlicher verlaufen als im Vorjahr. In Köln, Düsseldorf, Aachen und Bonn war die Gewalt unter den Narren deutlich geringer, wie die Polizei am Dienstag mitteilte.

Das gesamte Karnevalswochenende sei ruhiger ausgefallen als 2009. Die Polizei in Mainz sprach allerdings von einer „alkoholbedingten aggressiven Grundstimmung” nach dem Ende des Rosenmontagszugs. „Der diesjährige Rosenmontagszug verlief annähernd perfekt”, sagte Michael Temme von der Kölner Polizei.

Die Stimmung der Feiernden sei meist fröhlich und weniger aggressiv gewesen, so dass die Beamten weniger Einsätze etwa wegen Körperverletzungen wahrnehmen mussten als im vergangenen Jahr. Zwar blieb die Zahl der Rosenmontags-Einsätze mit 767 (Vorjahr: 772) etwa konstant, die Zahl der Körperverletzungen sank jedoch von 41 auf 27.

Im vergangenen Jahr hatte sich die Kölner Polizei besorgt über einen Anstieg der Gewaltdelikte während der „tollen Tage” gezeigt. Mit zunehmendem Alkoholkonsum war auch die Zahl der Schlägereien gestiegen.

Auch in anderen nordrhein-westfälischen Städten gab es weniger Karnevalskriminalität als in den vergangenen Jahren. „Weniger Randale, Schlägereien und Körperverletzungen am Rande der Züge”, teilte die Polizei Aachen mit. „Die Leute scheinen sich beim Feiern in diesem Jahr besser verstanden zu haben.”

In Bonn verhielten sich die Jecken ebenfalls friedfertiger. „Wir hatten weniger Einsätze”, sagte eine Polizei-Sprecherin. Es habe seit Freitag zwei Trunkenheitsfahrten gegeben. Die Bonner Beamten schritten bei 30 Körperverletzungsdelikten ein. „Das ist immer noch zu viel, aber ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr”, so die Sprecherin.

„Hohes Einsatzaufkommen während der tollen Tage, jedoch ohne besondere Vorkommnisse”, bilanzierte die Düsseldorfer Polizei den diesjährigen Straßenkarneval zwischen Altweiber und Veilchendienstag. Das Aufkommen war mit 3058 Einsätzen beinahe identisch mit der Arbeitsbelastung aus dem Vorjahr (2009: 3054).

„Die starke Polizeipräsenz, das konsequente Einschreiten gegen Problemgruppen und das nunmehr zum zweiten Mal praktizierte Platzverweisverfahren haben sich aus unserer Sicht bewährt”, sagte Polizeidirektor Dieter Höhbusch. Bei den Körperverletzungsfällen gab es in Düsseldorf einen Rückgang von 124 auf 109. 53 Schlägereien wurden gezählt. Im Vorjahr waren es 70 Prügeleien gewesen. Die Polizei Mainz sprach von einer „alkoholbedingten aggressiven Grundstimmung” nach dem Ende des Umzugs.

Insgesamt seien 45 Menschen festgenommen, 59 Strafanzeigen erstattet und 80 Platzverweise erteilt worden. Die Rettungskräfte mussten mehrmals Hilfe anfordern, weil betrunkene Frauen und Männer in den Zelten der Rettungsdienste randalierten. Dabei kam es auch zu Körperverletzungen, vier Streifenwagen wurden beschädigt. Trotz Schnee und eisigen Temperaturen waren rund 400.000 Narren zum Umzug gekommen. 800 Polizeibeamte waren im Einsatz.
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