Düsseldorf - Mutmaßliche Millionenbetrüger schweigen vor Gericht

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Mutmaßliche Millionenbetrüger schweigen vor Gericht

Von: dapd-nrw
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Düsseldorf. Weil sie Umsatzsteuer in Höhe von acht Millionen Euro hinterzogen haben sollen, müssen sich vier Autohändler seit Montag vor dem Landgericht Düsseldorf verantworten.

Die Angeklagten aus Rommerskirchen, Mönchengladbach, Köln und Hürth sollen zwischen 2003 und 2007 Autos im Gesamtwert von 50 Millionen Euro an- und verkauft, die berechnete Steuer aber nicht ans Finanzamt abgeführt haben. Die Beschuldigten wollten sich zum Prozessauftakt nicht zu den Vorwürfen äußern.

Laut Staatsanwaltschaft soll ein 59-jähriger Autohändler aus Rommerskirchen der Drahtzieher der Betrügereien gewesen sein. Mitangeklagt sind drei mutmaßliche Helfer im Alter zwischen 43 und 57 Jahren.

Trotz des Schweigens der Beschuldigten vor Gericht besteht die Aussicht auf ein schnelles Prozessende: Auf Anregung der Verteidigung trafen sich Gericht, Staatsanwaltschaft und die Anwälte der Angeklagten nach dem ersten Verhandlungstag zu einem sogenannten Rechtsgespräch. Dabei sollte ausgelotet werden, mit welcher Strafe die vier Männer im Falle eines Geständnisses rechnen müssten.

Bei einer Verurteilung wegen Steuerhinterziehung in einem besonders schweren Fall sieht das Gesetz eine Haftstrafe von bis zu zehn Jahren vor. Ein Geständnis würde sich jedoch strafmildernd auswirken. Das Ergebnis des Rechtsgesprächs soll am nächsten Verhandlungstag, dem 24. Mai, bekannt gegeben werden.

Ursprünglich waren für das Verfahren zwölf Verhandlungstage angesetzt. Das Urteil war für Ende Juli vorgesehen.
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