Mutmaßliche Millionenbetrüger aus Maastricht vor Gericht

Von: dapd
Letzte Aktualisierung:

Köln/Maastricht. In Köln hat am Mittwoch der Prozess gegen acht mutmaßliche Millionenbetrüger begonnen.

Die Anklage wirft den Männern und Frauen im Alter zwischen 23 und 58 Jahren vor, von Januar 2006 bis Oktober 2009 mehr als 100 Kunden um insgesamt 6,3 Millionen Euro gebracht zu haben. Der Hauptangeklagte soll als Chef der Hypo Leasing Maastricht interessierten Kunden Immobilienfinanzierungen angeboten und für seine Vermittlung hohe Gebühren kassiert haben. Die Vermittlungen kamen laut Anklage nicht zustande.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hatte das Unternehmen in Tageszeitungen annonciert und für Immobilienfinanzierungen geworben. Interessenten wurden Finanzierungen gegen Zahlung einer Vorausgebühr in Aussicht gestellt. So sollen nicht nur private Hausbauer auf die Angeklagten hereingefallen sein. Laut Anklage waren auch die Besitzer eines Autohauses, eines Supermarktes und eines Schlosses darunter. Sie alle sollen letztlich ohne Gegenleistung zwischen 3000 und 375.000 Euro an die Hypo Leasing Maastricht gezahlt haben.

Nach der Verlesung der Anklage wurde das Verfahren am Mittwoch vertagt. Für den Prozess hat das Kölner Landgericht 52 Verhandlungstage angesetzt. Das Verfahren gilt damit als größter Wirtschaftsprozess der letzten Jahre in Köln. Mit dem Urteil wird nicht vor Ende Juni gerechnet. Der Hauptangeklagte und mutmaßliche Drahtzieher der Betrügereien ist einschlägig vorbestraft. Er und die anderen Angeklagten müssen mit langjährigen Haftstrafen rechnen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert