Köln - Mordprozess in Köln: Mann gesteht Tötung seiner Freundin

Mordprozess in Köln: Mann gesteht Tötung seiner Freundin

Von: ddp-nrw
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Freundin lebend begraben mord
Der Angeklagte Frank G. sitzt vor dem Landgericht Köln auf der Anklagebank. Der Mann soll seine Lebensgefährtin im vergangenen Mai lebend begraben haben. Foto: dpa

Köln. Zum Prozessauftakt hat ein 40-jähriger Bäckerei-Auslieferungsfahrer am Dienstag vor dem Kölner Landgericht die Tötung seiner 24-jährigen Lebensgefährtin gestanden.

Den Hergang der Tat schilderte er allerdings anders als in früheren Vernehmungen. Dem Mann wird vorgeworfen, seine Lebensgefährtin im Mai 2008 in ein Waldstück auf dem Gelände der Pathologie im Kölner Stadtteil Merheim gelockt und getötet zu haben.

In Vernehmungen hatte er der Polizei gestanden, seine Freundin mit der Geschichte von einem vergrabenen „Schatz” nachts in den Wald gelockt zu haben, wo er mit ihr eine Grube aushob. Danach habe er sie erschlagen und verscharrt.

Von dieser Version der Tat wollte der 40-Jährige zum Prozessauftakt allerdings nichts mehr wissen. Vielmehr erklärte der Mann, seine Freundin habe ihn vor der Tat immer wieder dazu gedrängt, ihren Ex-Freund zu ermorden, den sie loswerden wollte.

Zur Vorbereitung dieser Tat habe er mit ihr gemeinsam die Grube in dem Waldstück ausgehoben. Dabei seien er und seine Lebensgefährtin jedoch in Streit geraten. Sie habe ihm Vorhaltungen gemacht, beide hätten sich gegenseitig attackiert und geschlagen. Letztlich habe er sie getötet und in der Grube verscharrt.

Zuvor hatte der Mann, der als minder intelligent gilt, unter Tränen erzählt, dass er bereits mehrfach in psychologischer Behandlung gewesen sei. Der Tod seines Bruders und ein Überfall auf ihn beim Ausliefern von Brötchen hätten ihm erheblich zugesetzt. Vorhaltungen der Staatsanwaltschaft, er sei bereits in früheren Beziehungen gewalttätig geworden, wollte der 40-Jährige nicht kommentieren.

Für den Prozess hat das Kölner Landgericht fünf Verhandlungstage angesetzt. 28 Zeugen sollen gehört werden. Das Verfahren soll frühestens im Februar zu Ende gehen.
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