Düsseldorf - Mordkomplott an Serien-Bankräuber vor Gericht

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Mordkomplott an Serien-Bankräuber vor Gericht

Von: dpa
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Düsseldorf. Ein Mordkomplott an einem Serien-Bankräuber wird seit Montag vor dem Düsseldorfer Landgericht aufgerollt.

Die Lebensgefährtin des Bankräubers ist angeklagt, einen ihrer Mitarbeiter als Auftragskiller angeheuert zu haben. Die Leiche des Bankräubers war am Autobahnkreuz Ratingen-Breitscheid entdeckt worden.

Beim Prozessauftakt schwiegen die 40-jährige mutmaßliche Auftraggeberin und der 50-jährige mutmaßliche Auftragsmörder zu den Vorwürfen.

Die beiden sollen ihr Opfer Ende September 2008 unter einem Vorwand in die Nähe des Autobahnkreuzes gelockt haben. Dort soll der 50-Jährige den Lebensgefährten durch einen Schuss in den Hinterkopf ermordet haben. Die Verbindungsdaten der Handys hatten belegt, dass der Angeklagte und das Opfer zur gleichen Zeit am Tatort waren.

Im Polizeiverhör hatte der Tatverdächtige dann behauptet, er habe mit dem vorbestrafen 49-jährigen Bankräuber einen Einbruch begehen wollen. Als er auf einem Ast ausgerutscht sei, habe er sich ein Schuss gelöst und seinen Kumpanen getroffen.

Anwohner hatten die teils skelettierte Leiche Wochen später hinter einem Lärmschutzwall entdeckt. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft hatte die 40-Jährige monatelang geplant, sich ihres Lebensgefährten zu entledigen, auch weil sie ihn wegen eines Liebhabers loswerden wollte.

Eine Trennung habe sich deshalb schwierig gestaltet, weil das Paar gemeinsam einen Kurierdienst betrieb. Dort war auch der mutmaßliche Schütze angestellt. Er soll sich schließlich bereiterklärt haben, den Auftragsmord für 15 000 Euro und einen alten Dienstwagen auszuführen.

Der getötete Bankräuber hatte viele Jahre hinter Gittern verbracht und verfügte über gute Kontakte ins kriminelle Milieu. Die Überfälle hatte er in den 1980er Jahren begangen. Der Prozess wird fortgesetzt.

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