Mordfall Wassenberg: Angeklagter handelte planvoll

Von: Wolfgang Schumacher
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Der Hauptangeklagte Janosch Wolfgang S. beim Betreten des Saals im Aachener Landgericht. Foto: dpa

Wassenberg/Aachen. Für die psychiatrische Sachverständige Konstanze Jankowski aus Köln gibt es bei dem wegen Mordes und versuchten Mordes an einem Brüderpaar angeklagten Janosch S. (66) keine Anzeichen einer krankhaften seelischen Verfassung. Das bekräftigte sie am Dienstag in ihrem Gutachten vor dem Aachener Schwurgericht.

Das ist deswegen wichtig, weil ansonsten dem Angeklagten eine Strafminderung oder gar Strafbefreiung zustehen könnte. Janosch S. habe den Mord an Markus D. im Oktober letzten Jahres auch nicht in einem Affektstau begangen.

Auch bei dem Mordversuch wenig später an dem älteren Bruder, einem Arzt aus Wassenberg, habe es keine Hinweise darauf gegeben. Überhaupt zeichne sich der Angeklagte durch einen ausgeglichenen Charakter und ein besonders für Fremde überraschend schnell einnehmendes Wesen aus.

Der überaus lange Mord- und Betrugsprozess ging am Dienstag in den 20. Verhandlungstag. Für den kommenden Prozesstag am 14. November kündigte der Hauptangeklagte Janosch S. überraschend eine Einlassung an. Er hatte bislang zu allen Tatvorwürfen eisern geschwiegen.

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