Mord an Rentnerin: Anklage fordert Haftstrafen

Von: dpa
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Mönchengladbach. Im Prozess um den Mord an einer Rentnerin vor dem Landgericht Mönchengladbach hat die Anklage hohe Haftstrafen gefordert.

Die beiden 20 Jahre alten Angeklagten sollten für neuneinhalb Jahre sowie für acht Jahre und neun Monate hinter Gitter, forderte die Staatsanwaltschaft am Donnerstag. Die Heranwachsenden müssen sich wegen gemeinschaftlichen Mordes verantworten.

Die Drogenabhängigen sollen vor einem halben Jahr mitten in der Nacht in das Haus der 73-Jährigen in Schwalmtal eingedrungen sein und die Frau getötet haben. Die schwer kranke Frau war die Nenn-Oma des Einen. „Es ist mir unverständlich, wie man einem Menschen, der einen großgezogen hat, das Leben nehmen kann”, sagte die Anwältin der Nebenkläger zu dem 20-Jährigen.

Die Verteidiger hingegen beantragten eine Verurteilung wegen Raubes. Den Mord hielten sie jeweils für ihre Mandanten für nicht bewiesen. Für den Nenn-Enkel des Opfers verlangte dessen Verteidiger eine Strafe von vier Jahren. Der Anwalt des anderen Angeklagten nannte kein Strafmaß.

Das Duo war aufgeflogen, nachdem es die Beute umgehend im Pfandhaus versilbert hatte. Da einer der Männer seinen Ausweis vorgelegt hatte, konnte die Mordkommission ihn schnell ermitteln. Das Urteil soll am nächsten Donnerstag gesprochen werden.

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