Köln - Moderne Sammelbüchsen für Schweizer im Kölner Dom

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Moderne Sammelbüchsen für Schweizer im Kölner Dom

Von: dpa
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Zwei moderne Entwürfe für Sammelbüchsen: Die rotgekleideten Schweizer im Kölner Dom bekommen nach weit über hundert Jahren neue Sammelbüchsen. Design-Studenten von der Fachhochschule Köln moderne Varianten aus Carbon und Aluminium entwickelt. Foto: dpa

Köln. Die rotgekleideten Schweizer im Kölner Dom bekommen nach weit über hundert Jahren neue Sammelbüchsen. Bisher trugen sie Holzkästen mit einem Schlitz für Spenden und der Aufschrift „Für den Dom” um den Hals.

Diese Boxen waren aber ziemlich schwer und führten auf die Dauer zu Rückenschmerzen. Außerdem trugen die Schweizer sie dicht am Körper und ziemlich weit unten, so dass man ihnen fast an den Bauchnabel fassen musste, um Geld einzuwerfen. Nun haben Design-Studenten von der Fachhochschule Köln moderne Varianten aus Carbon und Aluminium entwickelt. Die Schweizer wachen über die Ordnung im Dom, dem meistbesuchten Bauwerk Deutschlands.

„Es ist schön, mal was für die Ewigkeit zu machen”, sagte der Student Philipp Rose (26). Sein Kommilitone Antonio de Luca (21) erläuterte: „Das Material soll mindestens 300 Jahre halten.” Die modernen Boxen stehen in einem gewissen Kontrast zum roten Talar der Schweizer. „Aber ein silberner Weltraum-Overall passt nicht wirklich gut”, meinte Dombaumeisterin Barbara Schock-Werner. Der Dom lebe ja ständig mit Kontrasten, zum Beispiel sei die Beleuchtung auch modern. „Das ist also nicht ungewöhnlich.”

Schock-Werner äußerte sich über die Entwürfe ebenso begeistert wie Domdechant Johannes Bastgen. „Das zeigt auch, wie sehr der Dom im Blick junger Leute steht”, sagte Bastgen.

Die Studenten haben auch neue Opferstöcke entworfen. Diese sind aus massiven Domsteinen gemacht, die nicht mehr gebraucht werden. Die alten Opferstöcke werden oft nicht als solche erkannt - viele Touristen aus Fernost halten sie sogar für Spucknäpfe.

Nun muss den neuen Entwürfen noch das Domkapitel zustimmen, und vor allem muss noch eine Firma gefunden werden, die die Sammelbüchsen und Opferstöcke dann herstellt. Mit Karte wird man im Dom weiterhin nicht spenden können, nur Barzahlungen sind möglich. „Mit der Karte ist es zu unpersönlich”, findet Antonio de Luca. „Bei festem Geld merkt man auch, dass man was gibt.”

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