Köln - Mit „Enkeltrick” 300.000 Euro ergaunert

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Mit „Enkeltrick” 300.000 Euro ergaunert

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Köln. Die Polizei hat eine deutschlandweit agierende Trickbetrügerin festgenommen. Nach Angaben der Kölner Polizei vom Mittwoch soll die Verdächtige mit dem sogenannten Enkeltrick insgesamt 44 ältere Menschen betrogen und damit 300.000 Euro erbeutet haben.

Die Beschuldigte ging immer gleich vor: Zunächst suchte sie gezielt Menschen mit altmodisch klingenden Namen aus dem Telefonbuch. Dann rief sie diese an, gab sich als Enkeltochter aus und täuschte eine finanzielle Notlage vor - nach dem Motto „Oma, ich brauche Geld!” Dabei nannte sie nie den Namen der Enkeltochter, sondern wartete, bis die älteren Menschen selbst vermuteten, dass es sich bei der Anruferin um ihr eigenes Enkelkind handelte. Gerade schwerhörigere Leute fielen auf diesen Trick herein und versprachen Geld. Zur gleichen Zeit klingelte ein Komplize der Betrügerin, der das Bargeld sofort entgegennahm.

Seit März war die Kölner Polizei der 37-jährigen auf der Spur, bis sie im Mai in der niederländischen Stadt Roermond festgenommen werden konnte - die Kölner Staatsanwaltschaft hatte einen europäischen Haftbefehl erwirkt. Inzwischen sitzt die Verdächtige in Köln in Untersuchungshaft. Die Polizei geht davon aus, dass diese Festnahme ein erster Schlag gegen eine weltweit operierende Betrügerbande ist.


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