Storkow/Düsseldorf - Mit dem blauen „Eurovision”-Rad zum Song Contest

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Mit dem blauen „Eurovision”-Rad zum Song Contest

Von: dapd
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Eurovisionsrad
Dieter - Didi - Senft steigt wie ein Popstar mit silberner Paillettenjacke, Hut und dunkler Brille auf seine neueste Fahrradkonstruktion. Foto: dapd

Storkow/Düsseldorf. Dieter - Didi - Senft ist kaum wiederzuerkennen. Statt im rotem Teufelskostüm, in dem der Velotüftler aus dem märkischen Storkow jährlich die Tour de France begleitet, steigt er am Donnerstag wie ein Popstar mit silberner Paillettenjacke, Hut und dunkler Brille auf seine neueste Fahrradkonstruktion.

Die „Eurovision”-Hymne ertönt aus dem hinter dem Sattel eingebauten Rekorder, Didi ruft laut „Germany 12 Points für Lena”, und dann startet er auf der Straße vor seinem Fahrradmuseum zur kurzen Probefahrt.

Mit dem vier Meter langen und etwa zweieinhalb Meter hohen Gefährt will der 59-Jährige im Mai zum diesjährigen Eurovision Song Contest in Düsseldorf ordentlich Betrieb machen. „Ich werde in der Woche vor dem Entscheid abends die Königsallee hoch und runter düsen”, kündigt der exzentrische Fahrradtüftler an, der mehr als 200 kuriose Drahtesel schuf und 17 Rekorde für das Guinness-Buch aufstellte, unter anderem mit dem größten Fahrrad der Welt.

„Eurovision”-Gefährt entstand in dreimonatiger Bauzeit

Rund drei Monate habe er an der neuesten Alu-Konstruktion gebastelt, erzählt der gelernte Karosseriebauer. Die beiden anderthalb Meter hohen Räder beklebte er mit runden Plastikscheiben, auf die er blaue Folie mit den Europasternen zog. „Ich habe alles freihändig zusammengeschweißt”, sagt der Mann mit dem weißgrauen Vollbart.


Das Aufsteigen ist diesmal einfacher als bei früheren Konstruktionen, denn den von einem roten Teufel geschmückten Sattel montierte der Velodesigner auf weniger als einem Meter Höhe zwischen den Riesenrädern. Senft fährt los, und die EU-Sterne drehen sich. Dass er das Fahrrad mit der Aufschrift „Eurovision Song Contest Germany 2011” gerade jetzt vorstellt, ist kein Zufall: Am Freitagabend wird beim Vorentscheid in der ARD das Lied ausgewählt, mit dem Lena Meyer-Landrut am 14. Mai Deutschland vertreten wird. Er wolle am Abend des Song Contests mit seinem Gefährt in Düsseldorf vor der Halle stehen. „Ich würde mich freuen, Lena zu treffen”, sagt Senft. Guildo Horn, einen früheren Grand-Prix-Teilnehmer, kenne er schon.

Senft mag Lenas Art

„Lena ist sehr gut, bringt gut rüber, was sie macht”, lobt Senft. Er persönlich liebe es freilich etwas rockiger. Er stehe auf Rolling Stones, Puhdys oder Karat, auch auf Michael Jackson, dem zu Ehren er im Vorjahr ein „Jacko-Bike” kreiert hatte. „Didi Senft ist einmalig und einzigartig, er macht auf unsere Region aufmerksam”, sagt Andreas Heising, Mitglied im Förderverein der Burg Storkow und ehrenamtlicher Fremdenführer. Wer das Fahrradmuseum besuche, komme oft auch auf die Burg oder besuche die Seenlandschaft.

Unterdessen überlegt Senft, ob er zur Hochzeit des künftigen britischen Thronfolgers Prinz William mit Kate Middleton Ende April seine Trabbi-Fahrradrikscha zu einer Art Hochzeitsmobil umbauen sollte, um mit dem Paar als Pappkameraden darin vor die Burg Storkow zu fahren. Fest steht dagegen schon, dass er auch dieses Jahr als „Tour-Teufel” wieder die Radprofis beim Giro dItalia und - zum 19. Mal - bei der Tour de France anfeuern wird.
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