Missbrauchs-Vorwurf gegen früheren Schmidter Pfarrer

Von: Burkhard Giesen
Letzte Aktualisierung:

Nideggen/Aachen. Dem früheren Pfarrer von Schmidt, Josef Bayer, wird mehrfacher sexueller Missbrauch eines Jugendlichen vorgeworfen. Bayer ist 1984 verstorben. Die Vorfälle sollen sich in den 60er Jahren in Eilendorf ereignet haben.

Bayer, der von 1947 bis 1959 in Schmidt tätig war und den Ruf der Schmidter Pfarre als St. Mokka begründete, wechselte 1959 nach Eilendorf. Dort war er bis 1973 tätig.

An diesem Wochenende wurde in Eilendorf ein Brief verlesen, in dem Generalvikar Manfred von Holtum die Vorwürfe öffentlich machte. Im Zuge der bekannt gewordenen Missbrauchsfälle innerhalb der katholische Kirche hatte sich das Opfer beim Bistum gemeldet.

Der Brief des Generalvikars ist ausschließlich in Eilendorf verlesen worden, nicht im Schmidt, wo Bayer bis heute besonders verehrt wird. Als nach dem 2. Weltkrieg die zerstörte Kirche wieder aufgebaut werden musste, schaffte es Bayer, die Schmidter, die damals vom Kaffeeschmuggel ganz gut leben konnten, beim Gewissen zu packen und Geld für den Wiederaufbau der Kirche zu spenden.

„Man munkelte, dass die Pfarrkinder insgesamt 250.000 Mark gespendet hätten”, schreibt etwa Franz-Josef Brandenburg vom Geschichtsverein in einer Chronik über Schmidt. Am 14. November 1959 wurde Bayer zudem Ehrenbürger von Schmidt. Mit der kommunalen Neugliederung ist der Pfarrer demnach auch Ehrenbürger der Stadt Nideggen.

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