Aachen - Messerattacke: Anklage gegen 38-Jährigen

Messerattacke: Anklage gegen 38-Jährigen

Von: stm
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Es geschah am helllichten Tag - und auch noch mitten in der belebten Innenstadt. Am 17. Oktober 2009 kurz nach 17 Uhr war es, als ein 38 Jahre alter Mann den Ermittlungen zufolge eine Zeitarbeitsagentur am Theaterplatz betrat und auf eine Angestellte mit einem Messer einstach.

Deshalb hat die Staatsanwaltschaft jetzt Anklage wegen versuchten Mordes, gefährlicher Körperverletzung, Bedrohung und Beleidigung gegen den Mann aus Aachen erhoben.

Aufgrund ihrer Ermittlungen geht die Behörde davon aus, dass der Angeschuldigte die Firma betrat und seinem späteren, alleine dort anwesenden Opfer erklärte, er habe am Vortag eine Frau vergewaltigt, die Polizei habe ihn bereits aufgesucht und er werde sie daher nunmehr als Geisel nehmen.

Als die Frau daraufhin um Hilfe rief, habe der Mann plötzlich mit einem Messer mehrfach auf den Oberkörper des Tatopfers eingestochen. Trotz lebensgefährlicher Verletzungen konnte die Frau durch eine sofortige Notoperation gerettet werden.

Bereits einige Tage vorher hatte der Mann laut Staatsanwaltschaft bei mehreren Gelegenheiten durch Telefonanrufe Angestellte verschiedener Geschäfte mit gezielten Falschinformationen über angebliche, von ihm verübte Vergewaltigungen in Panik versetzt und die Reaktionen seiner Opfer aus einiger Entfernung beobachtet.

Der 38-Jährige, der sich seit dem 20. Oktober in Untersuchungshaft befindet, habe den „objektiven Ablauf der Tat” eingestanden, die übrigen Vorwürfe allerdings bestritten, so Oberstaatsanwalt Robert Deller.

Die Schwurgerichtskammer des Landgerichts Aachen sei mit der Entscheidung über die Eröffnung des gerichtlichen Hauptverfahrens befasst. Bei Zulassung der von der Staatsanwaltschaft erhobenen Anklage sei nun in wenigen Monaten mit einer gerichtlichen Verhandlung des aufsehenerregenden Falles zu rechnen.
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