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Martin-Buber-Plakette für Schachmeister Garri Kasparow

Von: c.s.
Letzte Aktualisierung:
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Schachmeister Garri Kasparow wird mit der Martin-Buber-Plakette 2012 der Stiftung Euriade ausgezeichnet. Foto: dpa

Kerkrade. Der russische Schachmeister Garri Kasparow wird am 16. November mit der Martin-Buber-Plakette der Stiftung Euriade geehrt. Gewürdigt wird damit sein Engagement in der von ihm gegründeten Schach-Stiftung.

Die Auszeichnung lehnt sich an an den Philosphen Buber und sein „dialogisches Prinzip” der Mitverantwortung. Der nicht dotierte Preis ehrt seit 2002 Persönlichkeiten, die sich für den Dialog und die Mitverantwortung ihrer Mitmenschen einsetzen.

Kasparows „Chess Foundation” bringt seit 2005 Schach an die Schulen. Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren werden mit Material und speziell geschulten Lehrern an diesen Sport und seine besondere Form des Dialogs herangeführt. In der Begründung der Stiftung Euriade heißt es: „Sieger-Sein bedeutet(e) für Kasparow zu erfahren und zu spüren, dass man sich selber - dank und mit dem Anderen - weitergebracht, -entwickelt und -gebildet hat.” Dabei spiele Respekt für und vernünftiger Umgang mit dem Anderen die wesentliche Rolle.

Schach als Schulfach, heißt es weiter, beinhalte Kreativität, Disziplin, Respekt, Verantwortung, Denken, Beherrschung von Emotionen im Umgang mit Verlust und Gewinn. Der junge Mensch solle immer weiter siegen, „anders gesagt: immer mehr Mensch-Werden, wie Martin Buber es formuliert hat.”

Bisherige Preisträger sind etwa die Politiker Helmut Schmidt, Richard von Weizsäcker und Michail Gorbatschow sowie die Künstler Karlheinz Böhm, Herman van Veen, Klaus Maria Brandauer und Peter Maffay.
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