Aachen/Stolberg - Mammutprozess am Landgericht: Drogenhändler gestehen

Mammutprozess am Landgericht: Drogenhändler gestehen

Von: wos
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Aachen/Stolberg. Drei der elf Angeklagten im großen Drogenprozess vor dem Aachener Landgericht haben am Dienstag umfassende Geständnisse abgelegt.

Die drei, darunter ein ehemaliger Stolberger Politiker, räumten ihre Tatbeteiligung an Drogenhandel und Cannabis-Anbau in großem Stil ein. „Es war ein Fehler, ein Alptraum, ich schäme mich”, meinte der Ex-Politiker sichtlich erschüttert. Er hatte wie die meisten der Angeklagten bereits in Untersuchungshaft gesessen. Jetzt ist er wieder auf freiem Fuß.

Er sollte als Mitarbeiter eines Landschaftsbauers, der die Akteure der verzweigten Plantagen-Bande kannte, in einem Haus in Eschweiler die jungen Cannabis-Pflänzchen begießen und betreuen. Dafür hatte er dort in dem Haus kostenlos gewohnt und sollte eine „Aufwandspauschale” von 500 Euro im Monat bekommen.

Die elf Angeklagten haben in verschiedensten Tatbeteiligungen von Düren über Eschweiler, Stolberg, Geilenkirchen bis zum Selfkant den Drogenanbau organisiert. Drahtzieher sollen laut Anklage ein 48-jähriger Niederländer aus Sittard und der ebenfalls dort wohnende Deutsch-Niederländer Demetrius O. (40) sein.

Zucht in biederen Häusern

Sie hätten Equipment und Setzlinge mitgebracht und in Kellern der zumeist biederen Einfamilienhäuser installiert. Am 10. Dezember 2008 schlug die Polizei zu, 110 Kilo Hanfpflanzen wurden sichergestellt, die Ernte ergab etwa 150 Kilo Marihuana, Erlös 450.000 Euro. Der Prozess geht an diesem Freitag weiter.
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