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Männer-Gefühle auf dem Prüfstand der Uni

Von: dpa
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Düsseldorf. Männer-Gefühle kommen in Düsseldorf auf den wissenschaftlichen Prüfstand. Bei einem internationalen Kongress wollen Experten im Februar über den männlichen Umgang mit Gefühlen debattieren.

Dies teilte die Düsseldorfer Heine-Universität mit, die das am 19. Februar startende zweitägige Treffen zusammen mit der örtlichen Akademie für Psychoanalyse und Psychosomatik organisiert.

Der Selbstmord des 32-jährigen Nationaltorwartes Robert Enke, der seit Jahren an Depressionen litt, habe den problematischen Umgang vieler Männern mit ihren Gefühlen deutlich gemacht, meinte eine Uni- Sprecherin. Die Selbstmordrate von Männern liege dreimal höher als die von Frauen. „Frauen klagen, Männer sterben” sei ein unter Fachleuten häufig gebrauchte bittere Schlussfolgerung.

Das aktuelle Männer-Bild zeigt nach Einschätzung der Veranstalter „eine zunehmende Fragmentierung bis hin zur Entwertung positiver männlicher Eigenschaften”. Dies habe zu „tiefgreifenden und häufig leidvollen Identitäts- und Orientierungskrisen” vieler Männer und Jungen geführt. Zu den Diskussionsthemen gehören laut Uni Debatten über „Traumatische Aspekte der männlichen Sozialisation”, über den „entwerteten Mann” sowie die Frage „Welchen Geschlechts sind die Therapeuten?”.

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