Löhrmann stellt sich Kritik um Schulrat Greuel

Von: René Benden und Marlon Gego
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Demo pro Greuel: Schulministerin Sylvia Löhrmann stellt sich der Diskussion. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Empörung, Angst und Unverständnis: Die Suspendierung des Aachener Schulrat Norbert Greuel durch die Bezirksregierung Köln, nachdem Förderschulleiter über Personalmangel geklagt hatten, hält seit Wochen Schulen und Behörden in Atem. Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) will nun Vertrauen in die Schulaufsichtsbehörden zurückgewinnen.

Bei einem Besuch in unserer Redaktion stellte sie sich dem Gespräch mit Demonstranten, die die Wiedereinsetzung Greuels forderten. Anschließend diskutierte sie mit Lehrern, Eltern und Lesern unserer Zeitung über den Führungsstil der Schulaufsichtsbehörden und über Probleme der Inklusion an Regelschulen.

Löhrmann garantierte allen Schulen eine Kultur des Dialogs, in der sachliche Kritik selbstverständlich gewünscht sei. „Man kann Bildungspolitik nicht gegen jemanden, sondern nur miteinander machen“, sagte die Ministerin. Gleichzeitig forderte sie beim Fall Greuel zu einer differenzierten Sichtweise auf. „Der Fall ist zu komplex, als dass man ihn in Schwarz und Weiß unterteilen könnte.“

Ein wesentliches Problem beim Fortschreiten der Inklusion in der Städteregion Aachen sei der Mangel an Förderschullehrern. Ein Grund dafür sei, dass die Hochschulen in Aachen keine Sonderpädagogen ausbildeten.

Für Absolventen aus Köln sei die Städteregion aber nicht attraktiv genug. „Wir stellen immer wieder fest, dass junge Sonderpädagogen ein befristetes Arbeitsverhältnis in Köln einem unbefristeten Arbeitsverhältnis in der Städteregion Aachen vorziehen“, sagte Löhrmann.

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